Gerechtigkeit

Flockenblume - Foto: Christine Danzer - go4jesus
Flockenblume - Foto: Christine Danzer - go 4 jesus

Gerechtigkeit in der Bibel

Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich!

Matthäus 5, 10

Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, daß sie eifern um Gott, aber mit Unverstand.
Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen
und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten,
sind sie der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan.
Denn Christus ist des Gesetzes Ende zur Gerechtigkeit für einen jeden, der da glaubt.
Mose beschreibt nämlich die Gerechtigkeit, die durch das Gesetz kommt, also:
«Der Mensch, welcher sie tut, wird dadurch leben.»
Aber die Gerechtigkeit durch den Glauben redet so:
«Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will in den Himmel hinaufsteigen?» (nämlich um Christus herabzuholen)
oder: «wer will in den Abgrund hinuntersteigen?» nämlich um Christus von den Toten zu holen!
Sondern was sagt sie? «Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen!»
nämlich das Wort des Glaubens, das wir predigen.

Denn wenn du mit deinem Munde Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst,
daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet;
denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht,
und mit dem Munde bekennt man, um gerettet zu werden;
denn die Schrift spricht: «Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!»
Römer 10, 1-11

Was wollen wir nun sagen? Daß Heiden, welche nicht nach Gerechtigkeit strebten,
Gerechtigkeit erlangt haben, nämlich Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt,
daß aber Israel, welches dem Gesetz der Gerechtigkeit nachjagte,
dem Gesetz nicht nachgekommen ist. Warum?
Weil es nicht aus Glauben geschah, sondern aus Werken.
Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes,
wie geschrieben steht:
«Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses;
und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!»
Römer 9, 30-33

Wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist,
hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott.
Denn was sagt die Schrift? «Abraham aber glaubte Gott,
und das wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet
Wer aber Werke verrichtet, dem wird der Lohn nicht als Gnade angerechnet,
sondern nach Schuldigkeit;
wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt,
der den Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.
Römer 4, 2-5

Ebenso spricht auch David die Seligpreisung des Menschen aus,
welchem Gott Gerechtigkeit anrechnet ohne Werke:
«Selig sind die, welchen die Übertretungen vergeben und deren Sünden zugedeckt sind;
selig ist der Mann, welchem der Herr die Sünde nicht zurechnet!»
Gilt nun diese Seligpreisung den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen?
Wir sagen ja, daß dem Abraham der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet worden sei.
Wie wurde er ihm nun angerechnet? Als er beschnitten oder als er noch unbeschnitten war?
Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war!
Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens,
welchen er schon vor der Beschneidung hatte;
auf daß er ein Vater aller unbeschnittenen Gläubigen sei,
damit auch ihnen die Gerechtigkeit zugerechnet werde;
und auch ein Vater der Beschnittenen, die nicht nur aus der Beschneidung sind,
sondern auch wandeln in den Fußstapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham hatte,
als er noch unbeschnitten war.
Denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham und sein Same die Verheißung,
daß er der Welt Erbe sein solle, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens.
Denn wenn die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube wertlos geworden und die Verheißung entkräftet.
Denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo aber kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung.
Darum geschah es durch den Glauben, damit es aus Gnaden sei,
auf daß die Verheißung dem ganzen Samen gesichert sei, nicht nur demjenigen aus dem Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, welcher unser aller Vater ist;
wie geschrieben steht: «Ich habe dich zum Vater vieler Völker gesetzt» vor dem Gott,
dem er glaubte, welcher die Toten lebendig macht und dem ruft, was nicht ist, als wäre es da.
Er hat gegen alle Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt, daß er ein Vater vieler Völker werde,
wie zu ihm gesagt worden war: «Also soll dein Same sein!»
Und er wurde nicht schwach im Glauben, so daß er seinen schon erstorbenen Leib in Betracht gezogen hätte, weil er schon hundertjährig war; auch nicht den erstorbenen Mutterleib der Sara.  Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben,
sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab
und völlig überzeugt war, daß Gott das, was er verheißen habe, auch zu tun vermöge.
Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet.
Es ist aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, daß es ihm zugerechnet worden ist,
sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll,
wenn wir an den glauben, der unseren Herrn Jesus Christus von den Toten auferweckt hat,
welcher um unserer Übertretungen willen dahingegeben
und zu unserer Rechtfertigung auferweckt worden ist.
Römer 4,6 -25

Gerechtigkeit in den ersten 5. Büchern Mose

Begriff: hebräisch

צדקה (zedaka)/    צדק (zedek)/

Und Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit .
1.Mose 15, 6

So wird als dann meine Gerechtigkeit für mich sprechen am künftigen Tag vor deinen Augen,
wenn du zu meinem Lohn kommst;
alles, was weder gesprenkelt noch gefleckt ist unter den Ziegen und was nicht schwarz ist unter den Lämmern bei mir, das soll als gestohlen gelten.
1. Mose 30, 33

Darum hat uns der Herr geboten, alle diese Satzungen zu halten,
daß wir den HERRN, unseren Gott, fürchten und es uns wohl gehe alle Tage
und wir am Leben erhalten werden, wie es heute der Fall ist.
Und es wird uns zur Gerechtigkeit dienen, wenn wir darauf achten,
alle diese Gebote vor dem HERRN, unserem Gott, zu tun, wie er uns geboten hat.
5. Mose 6, 24-25

Wenn sie nun der HERR, dein Gott, vor dir her ausgestoßen hat, so sprich nicht in deinem Herzen:
Um meiner eigenen Gerechtigkeit willen hat der HERR mich hereingeführt,
dieses Land einzunehmen, so doch der HERR diese Heiden wegen ihres gottlosen Wesens vor dir her vertreibt.
Denn nicht um deiner Gerechtigkeit und um deines aufrichtigen Herzens willen kommst du hinein,
ihr Land einzunehmen, sondern um ihres gottlosen Wesens willen vertreibt der HERR,
dein Gott, diese Heiden, und damit er das Wort halte,
das der HERR deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat.
So wisse nun, daß nicht um deiner Gerechtigkeit willen der HERR,
dein Gott, dir dieses gute Land einzunehmen gibt; denn du bist ein halsstarriges Volk!
5. Mose 9, 4-6

Du sollst dir Richter und Amtleute einsetzen in allen deinen Toren,
die der HERR, dein Gott, dir unter deinen Stämmen geben wird,
damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht.
Du sollst das Recht nicht beugen. Du sollst auch keine Person ansehen und keine Geschenke nehmen, denn die Geschenke verblenden die Augen der Weisen
und verkehren die Worte der Gerechten.
Der Gerechtigkeit, ja der Gerechtigkeit jage nach, daß du leben und das Land besitzen mögest,
das der HERR, dein Gott, dir geben wird.
5. Mose 16, 18-20

Wenn du deinem Nächsten irgend ein Darlehen gewährst, so sollst du nicht in sein Haus gehen,
ihm ein Pfand zu nehmen.
Du sollst draußen stehen bleiben, und der, dem du borgst, soll das Pfand zu dir herausbringen.
Ist er aber arm, so sollst du dich mit seinem Pfand nicht schlafen legen;
sondern du sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne untergeht,
damit er in seinem Kleide schlafe und dich segne;
so wird dir das als Gerechtigkeit gelten vor dem HERRN, deinem Gott.
5. Mose 24, 10-13

Und zu Sebulon sprach er:
Freue dich, Sebulon, deiner Reisen, und du, Issaschar, deiner Hütten!
Sie werden Völker auf den Berg einladen, um daselbst Opfer der Gerechtigkeit darzubringen;
denn den Reichtum des Meeres werden sie saugen und die verborgenen Schätze des Sandes.

Und zu Gad sprach er:
Gesegnet sei, der Gad Raum schafft! Wie eine Löwin legt er sich nieder
und zerreißt Arm und Scheitel.
Und er ersah sich das erste Stück; daselbst lag das Teil eines Anführers bereit;
und er trat an die Spitze des Volkes,
vollstreckte des HERRN Gerechtigkeit und seine Gerichte,
vereint mit Israel.
5.Mose 33, 18-21

Gerechtigkeit 1.Samuel & 2.Samuel

Der HERR aber wird einem jeden vergelten nach seiner Gerechtigkeit und seiner Treue;
denn der HERR hat dich heute in meine Hand gegeben;
ich aber wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des HERRN legen.
Und siehe, wie heute deine Seele in meinen Augen groß geachtet gewesen,
also wird meine Seele groß geachtet werden vor den Augen des HERRN,
und er wird mich aus aller Trübsal erretten.
1. Samuel 26, 23-24 (Saul +David)

Und David regierte über ganz Israel und verschaffte all seinem Volk Recht und Gerechtigkeit.
2. Samuel 8, 15

Der HERR vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit,
nach der Reinheit meiner Hände lohnte er mir;  denn ich habe die Wege des HERRN bewahrt
und bin nicht abgefallen von meinem Gott,  sondern ich hatte alle seine Rechte vor mir
und stieß seine Satzungen nicht von mir,
und ich hielt es ganz mit ihm und hütete mich vor meiner Sünde.
Darum vergalt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit,
nach der Reinheit meiner Hände vor seinen Augen.
Gegen den Frommen erzeigst du dich fromm, gegen den Redlichen redlich,
gegen den Reinen erzeigst du dich rein, aber den Hinterlistigen überlistest du.
Denn du rettest alles elende Volk, aber du erniedrigst die Augen aller Stolzen
2. Samuel 22, 21-28

Gerechtigkeit in 1. Könige

Salomo sprach:
Du hast deinem Knechte, meinem Vater David, große Gnade erwiesen,
wie er denn vor dir gewandelt ist in Wahrheit und Gerechtigkeit
und mit aufrichtigem Herzen gegen dich,
und du hast ihm diese große Gnade bewahrt
und ihm einen Sohn gegeben,
der heute auf seinem Throne sitzt.
1. Könige 3, 6

Wenn jemand wider seinen Nächsten sündigt, und man ihm einen Eid auferlegt,
den er schwören soll, und er kommt und schwört vor deinem Altar in diesem Hause,
so wollest du hören im Himmel und verschaffen, daß deinen Knechten Recht gesprochen wird, indem du den Schuldigen verurteilst, sein Tun auf sein Haupt zurückfallen lässest,
den Gerechten aber rechtfertigst, ihm nach seiner Gerechtigkeit vergiltst.
1. Könige 8, 31-32

Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat,
so daß er dich auf den Thron Israels setzte!

Weil der HERR Israel lieb hat ewiglich, darum hat er dich zum König eingesetzt,
daß du Recht und Gerechtigkeit übest.
1. Könige 10, 9

Gerechtigkeit in Chroniken

Also regierte David über das ganze Israel und handhabte Gericht
und Gerechtigkeit allem seinem Volk.
1. Chronik 18, 14

Wenn jemand wider seinen Nächsten sündigen wird und es wird ihm ein Eid aufgelegt,
den er schwören soll, und der Eid kommt vor deinen Altar in diesem Hause:
so wollest du hören vom Himmel und deinem Knechte Recht verschaffen,
daß du dem Gottlosen vergeltest und gibst seinen Wandel auf seinen Kopf
und rechtfertigst den Gerechten und gebest ihm nach seiner Gerechtigkeit.
2. Chronik 6, 22-23

Gerechtigkeit in Hiob

(Hiob war ein gottesfürchtig Mann, und der Beginn seines Unglücks war folgender:

Der HERR:

Wo kommst du her?

Satan(zum Herrn):

Ich habe das Land umher durchzogen.

Herr:

Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht Hiob?
Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht,
gottesfürchtig und meidet das Böse.

Satan:

Meinst du, daß Hiob umsonst Gott fürchtet?
Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, ringsumher verwahrt.
Du hast das Werk seiner Hände gesegnet, und sein Gut hat sich ausgebreitet im Lande.
Aber recke deine Hand aus und taste an alles, was er hat:
was gilt’s, er wird dir ins Angesicht absagen?

HERR:

Siehe, alles, was er hat, sei in deiner Hand;
nur an ihn selbst lege deine Hand nicht.

Da ging der Satan aus von dem HERRN. )

Meinst du, daß Gott unrecht richte oder der Allmächtige das Recht verkehre?
Haben deine Söhne vor ihm gesündigt, so hat er sie verstoßen um ihrer Missetat willen.
So du aber dich beizeiten zu Gott tust und zu dem Allmächtigen flehst,
und so du rein und fromm bist, so wird er aufwachen zu dir und wird wieder aufrichten deine Wohnung um deiner Gerechtigkeit willen;  und was du zuerst wenig gehabt hast,
wird hernach gar sehr zunehmen.
1. Hiob 8, 3-7

Hiob:(zu seinen Freunden)

So wahr Gott lebt, der mir mein Recht weigert, und der Allmächtige, der meine Seele betrübt;
solange mein Odem in mir ist und der Hauch von Gott in meiner Nase ist:
meine Lippen sollen nichts Unrechtes reden, und meine Zunge soll keinen Betrug sagen.
Das sei ferne von mir, daß ich euch recht gebe; bis daß mein Ende kommt,
will ich nicht weichen von meiner Unschuld.
Von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen;
mein Gewissen beißt mich nicht meines ganzen Lebens halben.
Hiob 27,  2-6

Elihu tadelt Hiob:

Er wird Gott bitten; der wird ihm Gnade erzeigen und wird ihn sein Antlitz sehen lassen
mit Freuden und wird dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit vergelten.
Er wird vor den Leuten bekennen und sagen:
„Ich hatte gesündigt und das Recht verkehrt; aber es ist mir nicht vergolten worden.
Er hat meine Seele erlöst, daß sie nicht führe ins Verderben,
sondern mein Leben das Licht sähe.“
Siehe, das alles tut Gott zwei- oder dreimal mit einem jeglichen,
daß er seine Seele zurückhole aus dem Verderben und erleuchte ihn mit dem Licht der Lebendigen.
Merke auf, Hiob, und höre mir zu und schweige, daß ich rede!
Hast du aber was zu sagen, so antworte mir; Sage an! ich wollte dich gerne rechtfertigen.
Hast du aber nichts, so höre mir zu und schweige; ich will dich die Weisheit lehren.
Hiob 33, 26-33

Elihus:

Schaue gen Himmel und siehe; und schau an die Wolken, daß sie dir zu hoch sind.
Sündigst du, was kannst du ihm Schaden?
Und ob deiner Missetaten viel ist, was kannst du ihm tun?
Und ob du gerecht seist, was kannst du ihm geben,
oder was wird er von deinen Händen nehmen?
Einem Menschen, wie du bist, mag wohl etwas tun deine Bosheit,
und einem Menschenkind deine Gerechtigkeit.
Hiob 35, 5-8

Gerechtigkeit in den Psalmen

(Psalm Davids)

Erhöre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit,
der du mich tröstest in Angst; sei mir gnädig und erhöre mein Gebet!
Liebe Herren, wie lange soll meine Ehre geschändet werden?
Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lüge so gern! (Sela.)
Erkennet doch, daß der HERR seine Heiligen wunderbar führt;
der HERR hört, wenn ich ihn anrufe.
Zürnet ihr, so sündiget nicht.
Redet mit eurem Herzen auf dem Lager und harret. (Sela.)
Opfert Gerechtigkeit und hoffet auf den HERRN.
Viele sagen: „Wer wird uns Gutes sehen lassen?“
Aber, HERR, erhebe über uns das Licht deines Antlitzes!
Du erfreuest mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben.
Ich liege und schlafe ganz mit Frieden;
denn allein du, HERR, hilfst mir, daß ich sicher wohne.
Psalm 4, 2-9

Denn das Wort des HERRN ist richtig, und all sein Werk ist Treue.
Er liebt Gerechtigkeit und Gericht; die Erde ist voll der Gnade des HERRN.
Psalm 33, 4-5

(Psalm Asaphs, Sänger & Musiker, Levit, z. Zt. Davids, Psalmen von ihm 73-83, 50)

Er ruft den Himmel droben und die Erde zum Gericht seines Volkes herbei.
Versammelt mir meine Frommen, die einen Bund mit mir gemacht haben über dem Opfer.
Da verkündigten die Himmel seine Gerechtigkeit, daß Gott selbst Richter ist.
Psalm 50, 4-6

O Gott, gib dein Gericht dem König und deine Gerechtigkeit dem Königssohn,
daß er dein Volk richte mit Gerechtigkeit und deine Elenden nach dem Recht.
Die Berge mögen dem Volke Frieden spenden und die Hügel, durch Gerechtigkeit.
Er schaffe den Elenden des Volkes Recht und helfe den Kindern der Armen
und unterdrücke den Gewalttätigen.
Psalm 72, (Salomo)

Ich will hören, was Gott, der HERR, reden wird;
denn er wird Frieden zusagen seinem Volk und seinen Frommen.
Nur daß sie sich nicht wieder zur Torheit wenden!
Gewiß ist sein Heil denen nahe, die ihn fürchten,
daß Herrlichkeit in unserm Lande wohne,
daß Gnade und Wahrheit einander begegnen,
Gerechtigkeit und Friede sich küssen,
daß Treue aus der Erde sprieße
und Gerechtigkeit vom Himmel schaue.
Der HERR wird uns auch Gutes geben,
und unser Land wird seinen Ertrag abwerfen;
Gerechtigkeit wird vor ihm hergehen
und ihre Füße setzen auf den Pfad.
Psalm 85, 8-13
(Kinder Korahs)

Du hast einen Arm voll Kraft, stark ist deine Hand, hoch erhoben deine Rechte.
Recht und Gerechtigkeit sind deines Thrones Feste,
Gnade und Treue gehen vor deinem Angesicht her.
Wohl dem Volk, das den Jubelschall kennt!
O HERR, im Lichte deines Angesichts werden sie wandeln.
Ob deines Namens frohlocken sie allezeit
und sind erhoben durch deine Gerechtigkeit;
denn du bist ihr mächtiger Ruhm und durch deine Huld wird unser Horn erhöht.
Denn vom HERRN kommt unser Schild und vom Heiligen Israels unser König.
Psalm 89, 13-18

Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoßen und sein Erbteil nicht verlassen;
denn zur Gerechtigkeit kehrt das Gericht zurück,
und alle aufrichtigen Herzen werden ihm folgen!
Wer steht mir bei wider die Bösen,
wer tritt für mich ein wider die Übeltäter?
Wäre der HERR nicht meine Hilfe,
wie bald würde meine Seele in der Totenstille wohnen!
Psalm 94, 14-17

Der HERR übt Gerechtigkeit und schafft allen Unterdrückten Recht.
Psalm 103, 6

Eines Menschen Tage sind wie Gras; er blüht wie eine Blume auf dem Felde;
wenn ein Wind darüber geht, so ist sie nimmer da,
und ihre Stätte kennt sie nicht mehr; aber die Gnade des HERRN währt von Ewigkeit zu Ewigkeit über die, so ihn fürchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind;
bei denen, die seinen Bund bewahren und an seine Gebote gedenken, sie zu tun
Psalm 103, 15-18

Wohl denen, die das Recht beachten, die Gerechtigkeit üben allezeit!
Psalm 106, 3

Ich habe Recht und Gerechtigkeit geübt;
überlaß mich nicht meinen Unterdrückern!
Stehe ein zum Besten deines Knechtes, daß mich die Übermütigen nicht unterdrücken!
Meine Augen schmachten nach deinem Heil
und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit.
Handle mit deinem Knecht nach deiner Gnade und lehre mich deine Satzungen!
Ich bin dein Knecht; unterweise mich, daß ich deine Zeugnisse verstehe!
Es ist Zeit, daß der HERR handle; sie haben dein Gesetz gebrochen!
Darum liebe ich deine Befehle mehr als Gold und als feines Gold;
darum lobe ich mir alle deine Gebote
und hasse jeden trügerischen Pfad
Psalm 119, 121-128

Siehe, ich liebe deine Befehle; o HERR, erquicke mich nach deiner Gnade!
Die Summe deines Wortes ist Wahrheit,
und alle Verordnungen deiner Gerechtigkeit bleiben ewig.
Psalm 119, 159-160

Gerechtigkeit in den Sprüchen

(Bez. auf Gottes Weisheit)

Alle Reden meines Mundes sind gerecht, es ist nichts Verkehrtes noch Verdrehtes darin.
Den Verständigen sind sie ganz recht, und wer Erkenntnis sucht, findet sie richtig.
Nehmet meine Zucht an und nicht Silber, und Erkenntnis lieber als feines Gold.
Ja, Weisheit ist besser als Perlen, und keine Kleinodien sind ihr zu vergleichen.
Ich, die Weisheit, wohne bei dem Scharfsinn und gewinne die Erkenntnis wohldurchdachter Pläne.
Sprüche 8, 8-12

Durch mich herrschen die Könige und erlassen die Fürsten gerechte Verordnungen.
Durch mich regieren die Herrscher und die Edeln, alle Richter auf Erden.
Ich liebe, die mich lieben, und die mich frühe suchen, finden mich.
Reichtum und Ehre kommen mit mir, bedeutendes Vermögen und Gerechtigkeit.
Meine Frucht ist besser als Gold, ja als feines Gold,
und was ich einbringe, übertrifft auserlesenes Silber.
Ich wandle auf dem Pfade der Gerechtigkeit, mitten auf der Bahn des Rechts,
auf daß ich meinen Liebhabern ein wirkliches Erbteil verschaffe
und ihre Schatzkammern fülle.
Psalm 8, 15-18

Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode.
Das Verlangen der Gerechten läßt der HERR nicht ungestillt;
aber das Begehren der Gottlosen weist er ab
Sprüche 10, 2-3

Das Gedächtnis des Gerechten bleibt im Segen;
aber der Gottlosen Name wird verwesen.
Sprüche 10,7

Der Mund des Gerechten ist eine Quelle des Lebens;
aber der Gottlosen Mund birgt Gewalttat.
Sprüche 10,11

Der Gerechte braucht seinen Erwerb zum Leben,
der Gottlose sein Einkommen zur Sünde.
Sprüche 10,11

Des Gerechten Zunge ist auserlesenes Silber; das Herz der Gottlosen ist wenig wert.
Die Lippen des Gerechten erquicken viele; aber die Toren sterben am Unverstand.
Sprüche 10,20

Was der Gottlose fürchtet, das wird ihm begegnen;
der Gerechten Wunsch aber wird erfüllt.
Wenn ein Sturm vorüberfährt, so ist der Gottlose nicht mehr da;
der Gerechte aber ist für die Ewigkeit gegründet.
Sprüche 10, 24-25

Das Warten der Gerechten wird Freude werden;
aber die Hoffnung der Gottlosen wird verloren sein.
Der Weg des HERRN ist eine Schutzwehr für den Unschuldigen;
den Übeltätern aber bringt er den Untergang.
Der Gerechte wird ewiglich nicht wanken; aber die Gottlosen bleiben nicht im Lande.
Der Mund des Gerechten fließt über von Weisheit;
aber die verdrehte Zunge wird ausgerottet.
Die Lippen des Gerechten verkünden Gnade;
aber der Gottlosen Mund macht Verkehrtheiten kund.
Sprüche 10, 28-32

Reichtum hilft nicht am Tage des Zorns;
aber Gerechtigkeit errettet vom Tod.
Die Gerechtigkeit des Frommen ebnet seinen Weg;
den Gottlosen aber bringt seine eigene Schuld zu Fall.
Die Gerechtigkeit der Redlichen rettet sie;
aber die Hinterlistigen fangen sich durch ihre eigene Gier.
Sprüche 11, 4-6

Der Gerechte wird aus der Not befreit, und der Gottlose tritt an seine Statt.
Mit seinem Munde richtet ein gewissenloser Mensch seinen Nächsten zugrunde,
aber durch Erkenntnis werden die Gerechten befreit.
Wenn es den Gerechten wohlgeht, so freut sich die ganze Stadt;
und wenn die Gottlosen umkommen, so jubelt man.
Sprüche 11, 8-10

Ein barmherziger Mensch tut seiner eigenen Seele wohl;
ein Grausamer aber schädigt sein eigenes Fleisch.
Der Gottlose erwirbt betrügerischen Gewinn;
wer aber Gerechtigkeit sät, wird wahrhaftig belohnt.
So gewiß die Gerechtigkeit zum Leben führt,
so sicher die Jagd nach dem Bösen zum Tod
Sprüche 11, 17-19

Das Verlangen der Gerechten ist immer gut;
die Hoffnung der Gottlosen lauter Übermut!
Sprüche 11, 23

Wer auf seinen Reichtum vertraut, der wird fallen;
die Gerechten aber werden grünen wie das Laub.
Sprüche 11, 28

Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens,
und wer Seelen gewinnt, der ist weise.
Siehe, dem Gerechten wird auf Erden vergolten;
wie viel mehr dem Gottlosen und Sünder!
Sprüche 11, 30-31

Der Gottlose wird durch seine Bosheit gestürzt;
der Gerechte aber ist auch im Tode getrost.
Die Weisheit wohnt im Herzen des Verständigen,
sie bezeugt sich auch am Gewissen der Toren.
Gerechtigkeit erhöht ein Volk; die Sünde aber ist der Völker Schande
Ein König hat Wohlgefallen an einem verständigen Knechte;
sein Zorn aber trifft einen Schändlichen.
Sprüche 14, 32-35

Besser wenig mit Gerechtigkeit,
als ein großes Einkommen mit Unrecht.
Sprüche 16, 8

Freveltaten sind den Königen ein Greuel;
denn durch Gerechtigkeit wird ein Thron befestigt.
Gerechte Lippen gefallen den Königen wohl,
und wer aufrichtig redet, macht sich beliebt.
Sprüche 16, 12-13

Graue Haare sind eine Krone der Ehren;
sie wird gefunden auf dem Wege der Gerechtigkeit.
Sprüche 16, 31

In eines jeglichen Augen ist sein Weg recht;
aber der HERR wägt die Herzen.
Recht und Gerechtigkeit üben ist dem HERRN lieber als Opfer.
Sprüche 21, 2-3

Der Gerechte Gott achtet auf des Gottlosen Haus,
er stürzt die Gottlosen ins Unglück.
Sprüche 21, 12

Es ist eine Freude für die Gerechten,
wenn Recht geschafft wird;
aber für die Übeltäter ist es ein Schrecken.
Sprüche 21, 15

Der Gottlose wird den Gerechten ablösen,
und der Betrüger kommt an des Redlichen Statt.
Sprüche 21, 18

Wer danach trachtet, gerecht und gnädig zu sein,
der findet Leben, Gerechtigkeit und Ehre.
Sprüche 21, 21

Es kommen täglich neue Begehren;
aber der Gerechte gibt und hält nicht zurück.
Sprüche 21, 26

Der Gottlose macht ein freches Gesicht;
aber der Gerechte hat einen sichern Gang.
Es hilft keine Weisheit, kein Verstand und kein Rat wider den HERRN.
Sprüche 21, 29-30

Man entferne auch die Gottlosen vom König,
so wird sein Thron durch Gerechtigkeit feststehen!
Sprüche 25, 5

Ein getrübter Brunnen und ein verdorbener Quell:
so ist ein Gerechter, der vor einem Gottlosen wankt.
Sprüche 25, 26

Gerechtigkeit im Prediger

Allerlei habe ich gesehen in den Tagen meiner Eitelkeit:
Da ist ein Gerechter, welcher umkommt in seiner Gerechtigkeit,
und dort ist ein Gottloser, welcher lange lebt in seiner Bosheit.
Sei nicht allzu gerecht und erzeige dich nicht übermäßig weise!
Warum willst du dich selbst verderben?
Prediger 7, 15-16

Wenn du Unterdrückung des Armen und Beraubung
im Namen von Recht und Gerechtigkeit in deinem Bezirke siehst,
so werde darob nicht irre! Denn es wacht noch ein Höherer
über dem Hohen und über ihnen allen der Höchste;
Prediger 5, 8

Gerechtigkeit in Jesaja

Wie ist die fromme Stadt zur Dirne geworden?
Sie war voll Recht; Gerechtigkeit wohnte in ihr, nun aber Mörder!
Dein Silber ist zu Schlacken geworden und dein edler Wein mit Wasser verfälscht.
Deine Vorgesetzten sind Widerspenstige und Diebsgesellen;
sie nehmen alle gern Geschenke und jagen nach Belohnung;
der Waise schaffen sie nicht Recht, und der Witwen Sache kommt nicht vor sie.
Jesaja 1, 21-23 (bez. auf Jerusalem)

…und ich werde deine Richter wieder machen, wie sie ursprünglich waren,
und deine Ratsherren wie am Anfang; danach wirst du genannt werden die gerechte Stadt,
die fromme Stadt.  Zion wird durch Recht erlöst werden
und ihre Wiederkehrenden durch Gerechtigkeit;
aber der Zusammenbruch der Übertreter und Sünder kommt zumal,
und die den HERRN verlassen, kommen um.
Jesaja 1, 26-28

Das Haus Israel nämlich ist der Weinberg des HERRN der Heerscharen,
und die Männer von Juda sind seine Lieblingspflanzung.
Er wartete auf Gerechtigkeit, und siehe da,
(Schlechtigkeit; auf Güte und Erbarmen, und siehe da),
Geschrei der Armen!
Jesaja 5, 7

Also wird der Mensch gebeugt und der Mann gedemütigt,
und die Augen der Hochmütigen sollen erniedrigt werden;
aber der HERR der Heerscharen wird erhaben werden
durch das Gericht, und der heilige Gott wird sich als heilig
erweisen durch Gerechtigkeit.
Jesaja 5, 15-16

Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken
und tapfer im Einschenken von berauschendem Getränk;
die dem Schuldigen Recht geben um eines Geschenkes willen,
aber dem Gerechten seine Gerechtigkeit absprechen!
Jesaja 5, 22-23

Der Mehrung der Herrschaft und des Friedens wird kein Ende sein auf dem Throne Davids
und in seinem Königreich,
daß er es gründe und mit Recht und Gerechtigkeit befestige von nun an bis in Ewigkeit.
Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird solches tun!
Jesaja 9,7

Der Überrest wird sich bekehren, der Überrest Jakobs zu dem starken Gott.
Denn wenn dein Volk, o Israel, wäre wie der Sand am Meer,
so wird doch nur der Überrest sich bekehren;
denn Vertilgung ist beschlossen,
überströmend von Gerechtigkeit.
Jesaja 10, 22

Und es wird ein Sproß aus dem Stumpfe Isais hervorgehen
und ein Schoß aus seinen Wurzeln hervorbrechen;
auf demselben wird ruhen der Geist des HERRN,
der Geist der Weisheit und des Verstandes,
der Geist des Rats und der Stärke,
der Geist der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
Und sein Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN;
er wird nicht nach dem Augenschein richten, noch nach dem Hörensagen strafen,
sondern er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten
und den Elenden im Lande ein unparteiisches Urteil sprechen;
er wird die Welt mit dem Stabe seines Mundes schlagen
und den Gottlosen mit dem Odem seiner Lippen töten.
Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden und Wahrheit der Gurt seiner Hüften sein.
Jesaja11,  1-5

Und ein Thron wird in Gnaden errichtet; und wird auf ihm sitzen in Wahrheit,
in der Hütte Davids, ein Richter, welcher das Recht erforscht und die Gerechtigkeit fördert.
Jesaja 16, 5

Vertrauet auf den HERRN immerdar; ja, auf Gott, den HERRN, den Fels der Ewigkeiten!
Denn er hat erniedrigt die Bewohner der Höhe und wirft nieder die hochragende Stadt;
er wirft sie zu Boden, stürzt sie in den Staub,  daß sie mit Füßen zertreten wird,
mit den Füßen der Elenden, mit den Tritten der Schwachen.
Der Pfad des Gerechten ist richtig; geradeaus bahnst du die Bahn des Gerechten.
Sogar auf dem Wege deiner Gerichte, HERR, harrten wir dein; auf deinen Namen und dein Gedächtnis war das Verlangen der Seele gerichtet.
Meine Seele begehrte deiner in der Nacht, und mein Geist in mir sehnte sich nach dir;
denn sobald deine Gerichte die Erde treffen, lernen die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.  Wird der Gottlose begnadigt, so lernt er doch nicht Gerechtigkeit; in einem Lande, wo beste Ordnung herrscht, handelt er verkehrt und sieht nicht die Majestät des HERRN.
Jesaja 26, 4-10

…darum spricht Gott, der HERR, also:
Siehe, ich lege in Zion einen Stein, einen bewährten Stein, einen köstlichen Eckstein, der wohlgegründet ist; wer traut, der flieht nicht!
Und ich will das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zur Waage machen;
der Hagel wird eure Lügenzuflucht wegreißen, und die Wasser sollen euren Bergungsort wegschwemmen;
daß euer Bund mit dem Tode abgetan werde und euer Vertrag mit dem Totenreich nicht bestehe. Wenn die überschwemmende Flut daherfährt, so wird sie über euch weggehen,
so oft sie einherfährt, wird sie euch packen; ja, sie wird alle Morgen daherkommen,
bei Tag und bei Nacht; und es wird eitel Schrecken sein, ihre Kunde zu vernehmen!
Jesaja 28, 16-19

Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren, und Fürsten werden nach dem Rechte herrschen;  daß jeder sein wird wie ein Bergungsort vor dem Wind und wie ein Schirm wider das Ungewitter, wie Wasserbäche am dürren Ort, wie der Schatten eines mächtigen Felsens in einem ermüdenden Lande.
Die Augen der Sehenden werden nicht mehr geblendet sein,
und die Ohren der Hörenden werden aufmerken;
das Herz der Unbesonnenen wird Klugheit lernen,
und die Zunge der Stotternden wird geläufig und verständlich reden.
Ein gemeiner Mensch wird als dann nicht mehr edel
und ein Betrüger nicht mehr großmütig genannt werden.
Jesaja 32, 1-5

Denn der Palast wird verlassen und die lärmende Stadt unbewohnt sein,
Hügel und Wartturm sollen zu Höhlen werden für immer,
eine Lust des Wildes, eine Weide der Herden;
solange, bis der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird.
Als dann wird die Wüste zum Baumgarten
und der Baumgarten für einen Wald gerechnet werden.
Und es wird das Recht in der Wüste und die Gerechtigkeit im Baumgarten wohnen;
und der Gerechtigkeit Wirkung wird Friede sein
und der Gerechtigkeit Nutzen Ruhe und Sicherheit ewiglich.
Und mein Volk wird in Häusern des Friedens wohnen,
in sicheren Wohnungen und in stolzer Ruhe.
Jesaja 32, 14-18

Der HERR ist erhaben; er wohnt in der Höhe;
er hat Zion mit Recht und Gerechtigkeit erfüllt.
Und deine Zeiten werden gesichert sein,
eine Fülle von Heil, Weisheit und Erkenntnis;
die Furcht des HERRN ist ihr Schatz.
Siehe, ihre Helden schreien draußen,
die Friedensboten weinen bitterlich.
Die Straßen sind verödet, der Wandersmann feiert.
sie haben den Bund gebrochen, die Städte mißhandelt,
achten die Menschen für nichts!
Jesaja 33, 5-8

Wer in Gerechtigkeit wandelt und aufrichtig redet;
wer verschmäht, durch Bedrückung Gewinn zu machen;
wer seine Hände abzieht, daß er keine Bestechung nehme;
wer seine Ohren verstopft, daß er nicht von Blutvergießen höre;
wer seine Augen zuschließt, daß er Böses nicht ansehe;
der wird in der Höhe wohnen, eine Felsenfeste ist seine Burg,
sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser versiegt nie.
Deine Augen werden den König sehen in seiner Schönheit,
du wirst das Land erweitert sehen.
Jesaja 33, 15-17

Höret mir schweigend zu, ihr Inseln, und die Völker mögen neue Kraft gewinnen!
Sie sollen herzukommen, als dann mögen sie reden; wir wollen zusammenkommen,
um miteinander zu rechten!
Wer hat vom Aufgang her den erweckt, welchem Gerechtigkeit begegnet auf Schritt und Tritt? Wer gibt Völker vor ihm hin und unterwirft ihm Könige?
Wer macht sie vor seinem Schwert wie Staub und vor seinem Bogen wie verwehte Stoppeln?
Er verfolgt sie, zieht hin in Frieden einen Pfad, den er mit seinen Füßen nie zuvor betrat.
Wer hat es bewirkt und ausgeführt?
Er, der die Geschlechter von Anbeginn gerufen:
Ich, der HERR, der ich der Erste und auch bei den Letzten noch derselbe bin!
Jesaja 41, 1-4

Du bist mein Knecht, ich habe dich auserwählt und verwerfe dich nicht;
fürchte dich nicht; denn ich bin mit dir;
sei nicht ängstlich, denn ich bin dein Gott;
ich stärke dich, ich helfe dir auch,
ich erhalte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit. 
Siehe, zuschanden und zu Spott werden alle, die wider dich zürnten;
es werden zunichte und kommen um die Männer, die mit dir zankten.
Du wirst sie suchen, aber nicht finden, die Leute,
welche mit dir haderten; wie nichts und gar nichts werden die Männer,
die wider dich stritten.
Jesaja 41, 9-12

Ich, der HERR, habe dich in Gerechtigkeit berufen und ergreife dich bei deiner Hand
und will dich behüten und dich dem Volk zum Bund geben, den Heiden zum Licht;
daß du die Augen der Blinden öffnest, die Gebundenen aus dem Gefängnis führest
und aus dem Kerker die, so in der Finsternis sitzen.
Ich bin der HERR, das ist mein Name; und ich will meine Ehre keinem andern geben,
noch meinen Ruhm den Götzen!
Siehe, das Frühere ist eingetroffen, und Neues verkündige ich euch;
ehe es eintritt, lasse ich es euch hören.
Jesaja 42 6-9

Es gefiel dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen,
das Gesetz groß und berühmt zu machen.
Und doch ist es ein beraubtes und ausgeplündertes Volk;
sie sind alle in Löchern verstrickt und in Gefängnissen versteckt;
sie wurden zum Raub, und niemand rettet;
sie wurden zur Beute, und niemand sagt: Gib zurück!
Wer ist aber unter euch, der solches zu Ohren fasse,
der aufmerke und es künftig beachte?
Jesaja 42, 21-23

Ich bin der HERR, und sonst ist keiner,
der ich das Licht mache und die Finsternis schaffe;
der ich Frieden gebe und Unglück schaffe.
Ich, der HERR, tue solches alles.
Träufelt, ihr Himmel, von oben herab,
und ihr Wolken, regnet Gerechtigkeit!
Die Erde tue sich auf und bringe Heil hervor,
und Gerechtigkeit wachse zugleich!
Ich, der HERR, habe es geschaffen.
Jesaja 45, 6-8

Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden;
denn ich bin Gott und keiner sonst!
Ich schwöre bei mir selbst, Gerechtigkeit geht aus meinem Munde,
ein Wort, das nicht zurückgenommen wird:
Mir soll sich beugen jedes Knie und schwören jede Zunge.
Nur im HERRN (so wird man sagen) habe ich Gerechtigkeit und Stärke.
Zu ihm werden kommen und sich schämen müssen alle, die ihm widerstrebt haben.
Im HERRN wird gerechtfertigt werden und seiner sich rühmen der ganze Same Israels.
Jesaja 45, 22-25

Höret mir zu, die ihr ein stolzes Herz habt und fern von der Gerechtigkeit seid! 
Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht; sie ist nicht fern,
und mein Heil wird nicht säumen.
Ich will in Zion Heil geben und für Israel meine Herrlichkeit.
Jesaja 46, 12

Höre dieses, du Haus Jakob, die ihr mit dem Namen Israel benannt werdet
und aus den Wassern Judas entsprungen seid;
die ihr bei dem Namen des HERRN schwöret und euch zu dem Gott Israels bekennet,
aber nicht in Wahrheit noch in Gerechtigkeit!
Jesaja 48, 1

So spricht der HERR, dein Erlöser, der Heilige Israels:
Ich bin der HERR, dein Gott,
der dich lehrt, was nützlich ist,
und dich den Weg leitet, den du wandeln sollst.
O daß du auf meine Gebote merktest!
So würde dein Friede sein wie ein Wasserstrom
und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen.
Jesaja 48, 17

Höret mir zu, ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt,
ihr, die ihr den HERRN suchet.
Sehet auf den Felsen, aus dem ihr gehauen,
und auf die Brunnenhöhle, daraus ihr gegraben seid!
Jesaja 51, 1

Meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil zieht aus,
und meine Arme werden die Völker richten.
Auf mich werden die Inseln harren und auf meinen Arm warten.
Erhebet eure Augen gen Himmel und schauet auf die Erde drunten;
denn die Himmel werden vergehen wie ein Rauch,
und die Erde wird wie ein Kleid veralten,
und ihre Einwohner werden wie Mücken sterben;
aber mein Heil wird ewig bleiben und meine Gerechtigkeit nicht zerbrochen werden.
Höret mir zu, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennet, du Volk, das mein Gesetz im Herzen trägt! Erschrecket nicht vor dem Schmähen der Menschen und entsetzet euch nicht vor ihrem Lästern.
Denn die Schaben werden sie fressen wie ein Kleid; und die Motten werden sie fressen wie Wolle;
aber meine Gerechtigkeit wird ewig bleiben und mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht.
Erwache, erwache, und ziehe Macht an, du Arm des HERRN!
Erwache, wie in den Tagen der Vorzeit und bei den Geschlechtern der Urzeit!
Bist du nicht der, welcher Rahab zerschmettert und den Drachen durchbohrt hat?
Jesaja 51, 5-9

In Gerechtigkeit wirst du erbaut werden, fern von Bedrückung,
daß du dich nicht zu fürchten brauchst,
und ohne Gefahr, denn sie wird nicht zu dir nahen.
Siehe, sie mögen sich wohl zusammenrotten; aber es kommt nicht von mir.
Wer sich aber wider dich rottet, der wird an dir zu Fall kommen.
Siehe, ich habe den Schmied gemacht, der das Kohlenfeuer anbläst und eine Waffe hervorbringt nach seinem Handwerk;
aber ich habe auch den Zerstörer gemacht, der sie vernichten wird;
keiner Waffe, die wider dich geschmiedet ist, wird es gelingen;
und alle Zungen, die sich wider dich vor Gericht erheben, wirst du Lügen strafen.
Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit,
die ihnen von mir zuteil wird, spricht der HERR.
Jesaja 54, 14-17

So spricht der HERR:
Beobachtet das Recht und übet Gerechtigkeit; denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen,
und meine Gerechtigkeit, um offenbart zu werden.
Wohl dem Menschenkinde, das solches tut,
und dem Menschen, der solches festhält:
der den Sabbat beobachtet, um ihn nicht zu entweihen,
und auf seine Handlungen achtgibt, um nichts Böses zu tun!
Jesaja 56, 1-2

Der Gerechte kommt um, und kein Mensch nimmt es zu Herzen;
und begnadigte Männer werden hinweggerafft, ohne daß jemand bemerkt,
daß der Gerechte vor dem Unglück weggerafft wird.
Er geht zum Frieden ein; sie ruhen auf ihren Lagern, ein jeder, der gerade Wege ging.
Jesaja 57,1-3

Darum will ich jetzt deine Gerechtigkeit und deine Taten bekanntmachen;
sie werden dir nichts nützen!
Wenn du dann schreist, so mögen dich die erretten, die du gesammelt hast;
aber ein einziger Windstoß wird sie alle davontragen, ein Hauch wird sie wegnehmen.
Wer aber auf mich vertraut, der wird das Land ererben und meinen heiligen Berg besitzen.
Jesaja 57, 12-13

Rufe laut, schone nicht! Erhebe deine Stimme wie eine Posaune und verkündige
meinem Volk sein Übertretungen und dem Hause Jakob seine Sünde!
Sie suchen mich zwar Tag für Tag und erheben den Anspruch,
meine Wege zu kennen als ein Volk, das Gerechtigkeit geübt
und das Recht seines Gottes nicht verlassen hätte;
sie verlangen von mir wohlverdiente Rechte, begehren die Nähe Gottes:

«Warum fasten wir, und du siehst es nicht;
warum demütigen wir unsere Seelen, und du beachtest es nicht?»

Seht, an eurem Fastentag

  • sucht ihr euer Vergnügen
  • und drängt alle eure Arbeiter!
  • Siehe, ihr fastet,
  • um zu zanken
  • und zu hadern
  • und dreinzuschlagen mit gottloser Faust;

ihr fastet gegenwärtig nicht so,
daß euer Schreien in der Höhe Erhörung finden könnte.
Meinet ihr, daß mir ein solches Fasten gefalle,
da der Mensch sich selbst einen Tag lang quält und seinen Kopf hängen läßt
wie ein Schilf und sich in Sack und Asche bettet?
Willst du das ein Fasten nennen und einen dem HERRN angenehmen Tag?
Ist nicht das ein Fasten, wie ich es liebe:

  • daß ihr ungerechte Fesseln öffnet,
  • daß ihr die Knoten des Joches löset,
  • daß ihr die Bedrängten freilasset
  • und jegliches Joch wegreißet,
  • daß du dem Hungrigen dein Brot brichst
  • und arme Verfolgte in dein Haus führst,
  • daß, wenn du einen Nackten siehst, du ihn bekleidest
  • und deinem Fleische dich nicht entziehst?

Als dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte,
und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen;
deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen,
und die Herrlichkeit des HERRN wird deine Nachhut sein!
Dann wirst du rufen, und der HERR wird antworten;
du wirst schreien, und er wird sagen: Hier bin ich!
Jesaja 58, 1-9

 

Denn eure Hände sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Unrecht;
eure Lippen reden Lügen, und eure Zunge dichtet Verdrehungen.
Keiner erhebt Klage mit Recht, und keiner führt eine Rechtssache gemäß der Wahrheit;
man vertraut auf Eitles und redet unnütze Worte;
man geht mit Unheil schwanger und gebiert Frevel.
Jesaja 59, 3-4

Den Weg des Friedens kennen sie nicht; es ist kein Recht in ihren Spuren;
sie machen sich krumme Pfade; keiner, der darauf geht, kennt den Frieden.
Darum bleibt das Recht fern von uns, und die Gerechtigkeit erreicht uns nicht.
Wir warten auf das Licht, und siehe da, Finsternis, auf den hellen Tag,
und wir wandeln in der Dunkelheit!
Jesaja 59, 8-9

Denn unsere Übertretungen sind zahlreich vor dir, und unsere Sünden zeugen wider uns;
denn unsere Übertretungen sind vor uns, und wir kennen unsere Verschuldungen;
nämlich, daß wir treulos und heuchlerisch waren wider den HERRN
und von unserm Gott abgewichen sind,
daß wir gewalttätig und widerspenstig geredet haben,
Lügenworte ersonnen und ausgesprochen haben in unsern Herzen.
Also wurde das Recht verdrängt, und die Gerechtigkeit zog sich zurück;
denn die Wahrheit strauchelte auf dem Markt, und die Redlichkeit fand keinen Eingang.
Jesaja 59, 12-14

Und die Treue wurde vermißt, und wer vom Bösen wich, mußte sich ausplündern lassen.
Als der HERR solches sah, mißfiel es ihm, daß kein Recht da war;
er sah auch, daß kein Mann vorhanden war, und verwunderte sich,
daß niemand sich ins Mittel legte.
Da half ihm sein eigener Arm, und seine eigene Gerechtigkeit, die stützte ihn.
Er legte Gerechtigkeit an wie einen Panzer
und setzte den Helm des Heils auf sein Haupt.
Jesaja 59, 15-17

Und dein Volk wird aus lauter Gerechten bestehen und das Land ewig besitzen,
als eine von mir angelegte Pflanzung, ein Werk meiner Hände, mir zum Ruhm.
Der Kleinste wird zu Tausend werden, der Geringste zu einem starken Volk;
ich, der HERR, werde das zu seiner Zeit eilends ausrichten.
Jesaja 60, 21-22

Gerechtigkeit im Jeremia

Wenn du, Israel, umkehrst (spricht der HERR), zu mir umkehrst,
und wenn du die Greuel von mir entfernst, so wirst du nicht umherirren;
und wenn du in Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit schwörst:
«So wahr der HERR lebt!»,
so werden sich die Heiden in Ihm segnen und Seiner sich rühmen!
Jeremia 4, 1-2

So spricht der HERR:

  • Der Weise rühme sich nicht seiner Weisheit,
  • der Starke rühme sich nicht seiner Stärke,
  • der Reiche rühme sich nicht seines Reichtums;

sondern wer sich rühmen will, der rühme sich dessen,
daß er Einsicht habe und mich erkenne,
daß ich der HERR bin,

  • der Barmherzigkeit,
  • Recht und
  • Gerechtigkeit übt auf Erden!

Denn an solchem habe ich Wohlgefallen, spricht der HERR.
Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, daß ich heimsuchen werde alle, die,

obgleich beschnitten, doch unbeschnitten sind:

  • die Ägypter,
  • die Juden,
  • die Edomiter,
  • die Ammoniter,
  • die Moabiter
  • und alle mit abgestutztem Haar, die in der Wüste wohnen;

denn alle Heiden sind unbeschnitten,
das ganze Haus Israel aber hat ein unbeschnittenes Herz.
Jeremia 9, 23-26

So spricht der HERR:

  • Schaffet Recht und Gerechtigkeit;
  • errettet den Beraubten aus der Hand des Unterdrückers;
  • den Fremdling, die Waise und die Witwe bedrückt und vergewaltigt nicht,
  • vergießet kein unschuldiges Blut an diesem Ort!

Denn so gewiß ihr dieses Wort befolget, so sollen durch die Tore dieses Hauses Könige einziehen,
die auf dem Throne Davids sitzen, reitend auf Wagen und Rossen, sie und ihre Knechte und ihr Volk. Wenn ihr aber diesen Worten nicht gehorcht, so schwöre ich bei mir selbst,
spricht der HERR, daß dieses Haus zur Ruine werden soll!
Jeremia 22, 3-5

Wehe dem, der sein Haus mit Unrecht baut und sein Söller mit Ungerechtigkeit,
der seinen Nächsten umsonst arbeiten läßt und ihm den Lohn nicht gibt,
der da spricht:  «Ich will mir ein geräumiges Haus und luftige Söller bauen»,
und sich viele Fenster darein macht, sie mit Zedern täfelt und mit roter Farbe anstreicht!
Bist du damit König, daß du dich im Bau von Zedernpalästen hervortun kannst?
Hat nicht dein Vater auch gegessen und getrunken und doch Recht und Gerechtigkeit geübt?
Damals stand es gut mit ihm.
Ja, wenn man den Bedrängten und Armen zum Recht verhilft, dann steht es gut;
heißt solches nicht, mich erkennen? spricht der HERR.
Aber deine Augen und dein Herz sind auf nichts anderes als auf deinen Gewinn aus
und auf das Vergießen unschuldigen Blutes und auf Bedrückung und Mißhandlung, sie auszuüben.
Jeremia 22, 13-17

Wehe den Hirten, welche die Schafe meiner Weide verderben und zerstreuen!
spricht der HERR.
Darum spricht der HERR, der Gott Israels, also wider die Hirten, die mein Volk weiden:
Weil ihr meine Schafe zerstreut und versprengt und nicht nach ihnen gesehen habt,
siehe, so will ich euch heimsuchen wegen eurer schlimmen Taten, spricht der HERR.
Und ich selbst will den Rest meiner Schafe aus allen Ländern, dahin ich sie verstoßen habe,
sammeln und wieder zu ihren Hürden bringen, daß sie fruchtbar sein und sich mehren sollen.
Und ich will Hirten über sie setzen, die sie weiden sollen; sie werden sich nicht mehr fürchten noch erschrecken müssen, auch keines soll vermißt werden, spricht der HERR.
Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich dem David einen rechtschaffenen Sproß erwecken werde; der wird als König regieren und weislich handeln
und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. 

(–> hier könnte der Verweis auf Jesus sein, und zugleich ein Hinweis auf seine Königsherrschaft im Himmel
Pilatus:

Bist du der König der Juden?

Jesus:

Du sagst es!
Markus 15,2

Mehrere Male im Alten Testament, wird Jesus als König angekündigt, und so konnten sie Jesus nicht erkennen, denn sie erwarteten ein König, wahrscheinlich mit Reichtum und Königswürde auf Erden)
In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen;
und das ist der Name, den man ihm geben wird: Der HERR, unsere Gerechtigkeit. 
Darum siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da man nicht mehr sagen wird:
«So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten heraufgeführt hat!»,
sondern:
«So wahr der HERR lebt, der den Samen des Hauses Israel aus dem nördlichen Lande wiedergebracht hat und aus allen Ländern, dahin ich sie verstoßen habe!»
Und sie sollen wohnen in ihrem Land.

(—> Hier könnte der direkte Bezug, zu der Aussage die  Jesus über den  gute Hirte in Johannes 10, 1-30;
Und Jesus spricht zu ihnen:

Ihr werdet euch alle an mir ärgern.
Denn es steht geschrieben:
«Ich werde den Hirten schlagen,
und die Schafe werden sich zerstreuen.»(Mk 14, 27)

Da spricht Jesus zu ihnen:

Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir ärgern;
denn es steht geschrieben:
«Ich werde den Hirten schlagen,
und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.» (Mt. 26, 31) )

So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Man wird wiederum dieses Wort sagen im Lande Juda und in seinen Städten, wenn ich ihre Gefangenen zurückgebracht habe:
«Der HERR segne dich, du Wohnung der Gerechtigkeit, du heiliger Berg!»
Jeremia 31, 23

Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich das gute Wort erfüllen will,
das ich über das Haus Israel und über das Haus Juda geredet habe.
In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen rechtschaffenen Sproß hervorsprießen lassen, welcher Recht und Gerechtigkeit schaffen wird auf Erden.
In jenen Tagen soll Juda gerettet werden und Jerusalem sicher wohnen,
und das ist der Name, den man ihr geben wird: «Der HERR ist unsere Gerechtigkeit!»
Denn also spricht der HERR: Es soll dem David nie an einem Mann fehlen, der auf dem Throne Israels sitzt;  auch den Priestern und Leviten soll es nie an einem Manne fehlen vor meinem Angesicht, der Brandopfer darbringe und Speisopfer anzünde und Schlachtopfer zurichte allezeit!
Jeremia 33, 14-18

Mein Volk war wie verlorene Schafe; ihre Hirten haben sie irregeführt,
daß sie die Berge verließen; von den Bergen sind sie zu den Hügeln gezogen und haben ihre Ruheplätze vergessen.
Wer sie fand, fraß sie auf, und ihre Feinde sprachen: «Wir verschulden uns nicht;
sondern sie haben sich an dem HERRN versündigt,
an der Aue der Gerechtigkeit, an der Hoffnung ihrer Väter, am HERRN!»
Fliehet aus Babels Mitte und ziehet hinweg aus dem Lande der Chaldäer
und seid wie Böcke vor der Herde her!
Jeremia 50, 6-8

«Wir haben Babel heilen wollen, aber sie ist nicht gesund geworden!
Verlasset sie und lasset uns ein jeder in sein Land ziehen!
Denn ihr Gericht reicht bis zum Himmel und steigt bis zu den Wolken empor.
Der HERR hat unsere Gerechtigkeit ans Licht gebracht;
kommt, wir wollen zu Zion das Werk des HERRN, unsres Gottes, erzählen!»
Schärfet die Pfeile, fasset die Schilde! Der HERR hat den Geist der Könige der Meder erweckt;
denn seine Gedanken stehen wider Babel, um sie zu verderben,
denn das ist die Rache des HERRN, die Rache für seinen Tempel.
Jeremia 51,9-11

Gerechtigkeit in den Klageliedern

Hier gibt es den Begriff nicht

Gerechtigkeit in Hesekiel

Wenn aber ein Gerechter sich von seiner Gerechtigkeit abkehrt
und Unrecht tut, und ich lege einen Anstoß vor ihn hin, so wird er sterben,
weil du ihn nicht gewarnt hast; um seiner Sünde willen wird er sterben,
und es wird seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, nicht gedacht werden;
aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern!
Wenn du aber den Gerechten gewarnt hast, daß der Gerechte nicht sündigen soll,
und er dann nicht sündigt, so soll er am Leben bleiben, weil er sich hat warnen lassen,
und du hast deine Seele errettet
Hesekiel 3, 20-21

Oder wenn ich eine Pest in dieses Land senden und meinen grimmigen Zorn in Blut darüber ausgießen würde, daß ich Menschen und Vieh daraus vertilgte,  und Noah, Daniel und Hiob wären darin,
so könnten sie, so wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, weder Söhne noch Töchter erretten,
sondern sie allein würden durch ihre Gerechtigkeit ihre Seele erretten!

Doch spricht Gott, der HERR, also:

Wenn ich gleich meine vier ärgsten Gerichte,

  • das Schwert,
  • den Hunger,
  • wilde Tiere
  • und Pest über Jerusalem senden werde,

um Menschen und Vieh daraus zu vertilgen, 2 siehe, so werden doch Gerettete
darin übrigbleiben, die herausgeführt werden, Söhne und Töchter.
Siehe, diese werden zu euch hinauskommen, und ihr werdet ihren Wandel und ihre Taten sehen und getröstet werden über das Unglück, welches ich über Jerusalem gebracht habe, ja, über alles, was ich über sie gebracht habe.
Hesekiel 14, 19-22

Die Seele, welche sündigt, die soll sterben!
Der Sohn soll nicht die Missetat des Vaters mittragen,
und der Vater soll nicht die Missetat des Sohnes mittragen!
Auf dem Gerechten sei seine Gerechtigkeit,
und auf dem Gottlosen sei seine Gottlosgikeit!
Hesekiel 18,20

Wenn dagegen der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abwendet
und Unrecht tut und nach allen Greueln des Gottlosen handelt, sollte er leben?
Nein, sondern es soll aller seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, nicht gedacht werden;
in seiner Übertretung, mit der er sich vergangen, und in seiner Sünde, mit der er sich versündigt hat, soll er sterben!
Dennoch sagt ihr: «Der Weg des HERRN ist nicht richtig!» So höret doch, ihr vom Hause Israel: Mein Weg sollte nicht richtig sein? Sind nicht eure Wege unrichtig?
Wenn der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abwendet und Unrecht tut, so soll er sterben deswegen; um der Missetat willen, die er getan hat, muß er sterben.

Hesekiel 18, 24-26

Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR,
ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daran,
daß der Gottlose sich abwende von seinem Wege und lebe!
Wendet euch ab, wendet euch ab von euren bösen Wegen!

Warum wollt ihr sterben, Haus Israel?
Und du, Menschensohn, sage zu den Kindern deines Volkes:
Den Gerechten wird seine Gerechtigkeit nicht erretten am Tage, da er sich versündigt;
und den Gottlosen wird seine Gottlosigkeit nicht fällen am Tage,
da er sich von seinem gottlosen Wesen abwendet,
so wenig als den Gerechten seine Gerechtigkeit am Leben erhalten wird, wenn er sündigt.
Wenn ich vom Gerechten sage: «Er soll sicherlich leben!» und er verläßt sich auf seine Gerechtigkeit und tut Unrecht, so soll aller seiner Gerechtigkeit nicht mehr gedacht werden;
sondern um seiner Bosheit willen, die er getan hat, soll er sterben.
Und wenn ich zum Gottlosen sage: «Du sollst sterben!» und er wendet sich ab von seiner Sünde und tut, was recht und billig ist,
also daß der Gottlose das Pfand wiedergibt,

  • den Raub zurückerstattet
  • und in den Satzungen des Lebens wandelt,
  • also daß er kein Unrecht tut,
  • so soll er gewiß leben und nicht sterben.

Auch soll ihm aller seiner Sünden, die er getan hat, nimmermehr gedacht werden;
er hat getan, was recht und billig ist, er soll gewiß leben!
Dennoch sagen die Kinder deines Volkes: «Der Weg des Herrn ist nicht richtig!»
so doch vielmehr ihr Weg nicht richtig ist!
Wenn der Gerechte von seiner Gerechtigkeit absteht und Unrecht tut, so muß er deshalb sterben;
wenn aber der Gottlose von seiner Gottlosigkeit absteht und tut, was recht und billig ist,
so soll er um deswillen leben!
Da ihr aber sagt: «Der Weg des Herrn ist nicht richtig!» so will ich einen jeden von euch nach seinen Wegen richten, Haus Israel!
Hesekiel 33, 11…

So spricht Gott, der HERR: Es sei euch genug, ihr Fürsten Israels!
Unterlasset gewalttätigen Frevel und Härte, übet Recht und Gerechtigkeit!
Unterlasset eure Erpressungen meinem Volke gegenüber, spricht Gott, der HERR!
Hesekiel 45,9

Gerechtigkeit in Daniel

Darum, o König, laß dir meinen Rat gefallen
und brich mit deinen Sünden durch Gerechtigkeit
und mit deinen Missetaten durch Erbarmen gegen die Armen,
wenn dein Glück dauerhaft sein soll!
Daniel 4,27

O Herr, laß doch um all deiner Gerechtigkeit willen deinen Zorn und Grimm sich abwenden
von der Stadt Jerusalem, von deinem heiligen Berge!
Denn um unserer Sünden und um unserer Väter Missetat willen wird Jerusalem
und dein Volk von allen seinen Nachbarn beschimpft.
So höre nun, unser Gott, auf das Gebet deines Knechtes und auf sein Flehen
und laß dein Antlitz leuchten über dein verwüstetes Heiligtum, um des Herrn willen!
Neige deine Ohren, mein Gott, und höre; tue deine Augen auf und siehe unsere Verwüstung
und die Stadt, die nach deinem heiligen Namen genannt ist!
Denn nicht auf Grund unserer eigenen Gerechtigkeit machen wir unsere Bitten vor dir geltend,
sondern wegen deiner großen Barmherzigkeit!
Herr, höre! Herr, vergib! Herr, merke auf und handle und verziehe nicht,
um deiner selbst willen, mein Gott!
Denn nach deinem Namen ist deine Stadt und dein Volk genannt.
Daniel 9, 16-19

Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, dir den Verstand zu erleuchten!
Als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich bin gekommen,
es dir anzuzeigen; denn du bist lieb und wert.
So achte nun auf das Wort und merke auf das Gesicht!
Siebzig Wochen sind über dein Volk und über deine heilige Stadt verordnet,
um der Übertretung ein Ende und das Maß der Sünde voll zu machen,
um die Missetat zu sühnen und die ewige Gerechtigkeit zu bringen,
um Gesicht und Prophezeiung zu versiegeln und das Hochheilige zu salben.
Daniel 9, 22-24

Und die Verständigen werden leuchten wie des Himmels Glanz und die,
welche vielen zur Gerechtigkeit verholfen haben,
wie die Sterne immer und ewiglich.
Daniel 12, 3

Gerechtigkeit in Hosea

Und ich will dich mir verloben auf ewig
und will dich mir verloben in Recht und Gerechtigkeit,
in Gnade und Erbarmen,  und will dich mir verloben in Treue,
und du wirst den HERRN erkennen!
Hosea 2, 19-20

Säet euch Gerechtigkeit, erntet nach Maßgabe der Güte!
Pflüget einen Neubruch, denn es ist Zeit, den HERRN zu suchen,
bis daß er komme und euch Gerechtigkeit regnen lasse!
Hosea 10,12

Gerechtigkeit in Amos

Suchet den HERRN, so werdet ihr leben!
Sonst wird er das Haus Joseph wie ein Feuer überfallen und es also verzehren,
daß niemand Bethel löschen kann.
Ihr verwandelt das Recht in Wermut und stoßet die Gerechtigkeit zu Boden.
Er aber macht das Siebengestirn und den Orion und verwandelt den Todesschatten in den Morgen,
den Tag aber in finstere Nacht; er ruft den Meereswassern und gießt sie auf den Erdboden:
HERR ist sein Name.
Er läßt blitzschnell Zerstörung über den Starken kommen,
und es bricht Zerstörung über die Festung herein.
Sie hassen den, der im Tore Recht spricht, und verabscheuen den, der aufrichtig redet.
Darum, weil ihr den Geringen niedertretet und Getreideabgaben von ihm erhebet,
sollt ihr die Häuser, die ihr aus Quadersteinen gebaut habt, nicht bewohnen
und den Wein der Weinberge, die ihr gepflanzt habt, nicht trinken.
Denn ich weiß, daß eurer Übertretungen viele und daß eure Sünden zahlreich sind,
daß ihr den Gerechten dränget, Bestechung annehmet und die Armen im Tor unterdrücket!
Darum muß der Kluge zu dieser Zeit schweigen; denn es ist böse Zeit.
Suchet das Gute und nicht das Böse, auf daß ihr lebet;
dann wird der HERR mit euch sein, wie ihr sagt!
Hasset das Böse und liebet das Gute und gebet dem Recht seinen Platz im Tor;
vielleicht wird der HERR, der Gott der Heerscharen, dem Überrest Josephs gnädig sein.
Amos 5, 6-15

Es soll aber das Recht daherfluten wie Wasser
und die Gerechtigkeit wie ein unversiegbarer Strom!
Hast du, Haus Israel, mir während der vierzig Jahre in der Wüste Schlachtopfer und Speisopfer dargebracht?
Habt ihr nicht die Hütte eures Moloch, das Standbild eurer Götzen getragen, den Stern,
den ihr euch zum Gott gemacht habt?
Amos 5, 24-26

Können Rosse auf Felsen rennen, oder kann man mit Rindern das Meer pflügen,
da ihr das Recht in Gift verwandelt habt und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermut,
und da ihr euch dessen freuet, was nicht der Rede wert ist, und saget:
«Haben wir nicht mit eigener Kraft uns Hörner verschafft?»
Amos 6,12-13

Gerechtigkeit in Micha

Ich aber will nach dem HERRN ausschauen, will harren auf den Gott meines Heils;
mein Gott wird mich hören.
Freue dich nicht über mich, meine Feindin, denn ob ich auch gefallen bin, so stehe ich wieder auf;
ob ich auch in der Finsternis sitze, so ist doch der HERR mein Licht!
Des HERRN Zorn will ich tragen (denn ich habe wider ihn gesündigt),
bis er meine Sache ausführt und mir Recht schafft; er wird mich ans Licht herausführen,
daß ich mit Lust seine Gerechtigkeit schaue.
Wenn meine Feindin das sieht, wird Schamröte sie bedecken, sie, die zu mir sagt:
«Wo ist der HERR, dein Gott?» Meine Augen werden es mitansehen,
nun wird sie zertreten werden wie Kot auf der Gasse.
Micha 7, 7-10

Gerechtigkeit in Zephania

Tut euch zusammen, sammelt euch, Volk ohne Scham,  ehe der Ratschluß sich erfüllt
(wie Spreu geht der Tag vorüber!), ehe der grimmige Zorn des HERRN über euch kommt,
ehe der Tag des Zornes des HERRN euch ereilt!
Suchet den HERRN, alle ihr Demütigen im Lande, die ihr sein Recht übet!
Suchet Gerechtigkeit, befleißiget euch der Demut; vielleicht werdet ihr Bergung finden am Tage des Zornes des HERRN!
Zephania 2, 1-3

Gerechtigkeit in Sacharja

So spricht der HERR der Heerscharen:
Siehe, ich rette mein Volk aus dem Lande des Aufgangs und aus dem Lande des Untergangs der Sonne;  und ich will sie hereinführen, daß sie mitten in Jerusalem wohnen sollen;
und sie sollen mein Volk sein,
und ich will ihr Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit.

So spricht der HERR der Heerscharen:
Stärket eure Hände, ihr, die ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Munde der Propheten hört (am Tage, da das Haus des HERRN der Heerscharen gegründet ward), daß der Tempel gebaut werde!
Denn vor diesem Tage lohnte sich die Arbeit der Menschen und des Viehes nicht;
auch hatten die, welche aus und eingingen, keine Ruhe vor dem Feind,
und ich ließ alle Leute gegeneinander los.
Sacharja 8, 7-10

Gerechtigkeit in Maleachi

Wer aber wird den Tag seiner Zukunft ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint?
Denn er ist wie das Feuer des Goldschmieds und wie die Lauge der Wäscher.
Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen;
er wird die Kinder Levis reinigen und sie läutern wie Gold und Silber;
dann werden sie dem HERRN Speisopfer bringen in Gerechtigkeit;
und das Speisopfer von Juda und Jerusalem wird dem HERRN wohlgefallen,
wie in der grauen Vorzeit und wie in den längst vergangenen Jahren.
Und ich werde mich euch nahen zum Gericht und
will ein schneller Zeuge sein

  • wider die Zauberer
  • und wider die Ehebrecher
  • und wider die Meineidigen
  • und wider die, welche die Tagelöhner, Witwen und Waisen übervorteilen
  • und die Fremdlinge unterdrücken
  • und mich nicht fürchten,

spricht der HERR der Heerscharen.
Denn ich, der HERR, verändere mich nicht, darum seid ihr,
Kinder Jakobs, nicht aufgerieben worden.
Maleachi 3, 2-6

Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen!
Da werden alle Übermütigen und alle, die gottlos handeln,
wie Stoppeln sein, und der zukünftige Tag wird sie anzünden,
spricht der HERR der Heerscharen,
daß ihnen weder Wurzel noch Zweig übrigbleibt.
Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet,
soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heilung unter ihren Flügeln;
und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie Kälber aus dem Stall!
Und ihr werdet die Gottlosen zertreten;
denn sie werden wie Asche sein unter euren Fußsohlen am Tage, da ich handle,
spricht der HERR der Heerscharen.

Seid eingedenk des Gesetzes Moses,
meines Knechtes, das ich ihm auf dem Horeb für ganz Israel befohlen habe,
der Pflichten und der Rechte!
Siehe, ich sende euch den Propheten Elia,
ehe denn da komme der große und furchtbare Tag des HERRN;
der soll das Herz der Väter den Kindern
und das Herz der Kinder wieder ihren Vätern zuwenden,
damit ich bei meinem Kommen das Land nicht mit dem Banne schlagen muß!
Maleachi 4, 1-6

Gerechtigkeit in den Evangelien

Da kommt Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes,
um sich von ihm taufen zu lassen.

Johannes aber wehrte es ihm und sprach:

Ich habe nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?

 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm:

Laß es jetzt zu; denn also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen!

Da ließ er es ihm zu.
Matthäus 3, 13-15

Selig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten; denn sie sollen satt werden!
Matthäus 5, 6

Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich!
Matthäus 5,10

Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflöst und die Leute also lehrt,
der wird der Kleinste heißen im Himmelreich,
wer sie aber tut und lehrt, der wird groß heißen im Himmelreich.
Denn ich sage euch:
Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft,
so werdet ihr gar nicht in das Himmelreich eingehen!
Matthäus 5, 19-20

Habet acht, daß ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Leuten übet,
um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater im Himmel.
Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen lassen,
wie die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut,
damit dein Almosen im Verborgenen sei.
Und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten öffentlich.
Matthäus 6, 1-4

Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird,
also kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen?
Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken,
oder womit werden wir uns kleiden?
Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden; aber euer himmlischer Vater weiß,
daß ihr das alles bedürft.
Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit,
so wird euch solches alles hinzugelegt werden.
Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den andern Morgen;
denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen.
Jedem Tage genügt seine eigene Plage!
Matthäus 6, 30-34

Was dünkt euch aber?
Ein Mensch hatte zwei Söhne.

Und er ging zu dem ersten und sprach:

Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem Weinberg!

Der aber antwortete und sprach:

Ich will nicht!

Hernach aber reute es ihn, und er ging.
Als aber der Vater zu dem andern dasselbe sagte, antwortete dieser und sprach:

Ja, Herr! und ging nicht.
Welcher von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan?

Sie sprachen zu ihm:

Der erste.

Da spricht Jesus zu ihnen:

Wahrlich, ich sage euch, die Zöllner und die Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr!
Denn Johannes ist zu euch gekommen mit dem Wege der Gerechtigkeit,
und ihr glaubtet ihm nicht.
Die Zöllner und die Huren aber glaubten ihm; und obwohl ihr es sahet,
reute es euch nicht einmal nachträglich, so daß ihr ihm geglaubt hättet.

Matthäus 21, 28-32

Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk besucht und ihm Erlösung bereitet;
und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils im Hause seines Dieners David,
wie er verheißen hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von alters her:
Errettung von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns hassen;
Barmherzigkeit zu erzeigen unsern Vätern und zu gedenken seines heiligen Bundes,
des Eides, den er unserem Vater Abraham geschworen hat,
uns zu verleihen, daß wir, erlöst aus der Hand unserer Feinde, ihm dienten ohne Furcht
unser Leben lang  in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm.
Lukas 1, 68-75

Aber ich(Jesus) sage euch die Wahrheit:
Es ist gut für euch, daß ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe,
so kommt der Beistand nicht zu euch.
Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.
Und wenn jener kommt, wird er die Welt überzeugen

  • von Sünde und
  • von Gerechtigkeit und
  • von Gericht;
  1. von Sünde, weil sie nicht an mich glauben;
  2. von Gerechtigkeit aber, weil ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht mehr sehet;
  3. von Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist.

Noch vieles hätte ich euch zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.
Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten;
denn er wird nicht von sich selbst reden, sondern was er hören wird, das wird er reden,
und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen.
Johannes 16, 7-13

Gerechtigkeit in der Apostelgeschichte

Da tat Petrus den Mund auf und sprach:

Nun erfahre ich in Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansieht,
sondern daß in allem Volk, wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit übt, ihm angenehm ist!
Apostelgeschichte 10, 34-35

Dieser (Statthalter Sergius) ließ Barnabas und Saulus holen und begehrte das Wort Gottes zu hören.  Aber es widersetzte sich ihnen Elymas, der Zauberer (denn so wird sein Name übersetzt),
und suchte den Statthalter vom Glauben abzuhalten.

Saulus aber, der auch Paulus heißt, voll heiligen Geistes, blickte ihn an  und sprach:

O du Kind des Teufels, voll von aller List und aller Schalkheit, Feind aller Gerechtigkeit,
wirst du nicht aufhören, die geraden Wege des Herrn zu verkehren?

Und nun siehe, die Hand des Herrn kommt über dich, und du wirst blind sein
und die Sonne nicht sehen eine Zeitlang.
Alsbald aber fiel Dunkel und Finsternis auf ihn, und er tappte umher und suchte Leute,
die ihn führen könnten.
Apostelgeschichte 13,  8-11

Da wir nun göttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen,
die Gottheit sei dem Golde oder Silber oder Stein,
einem Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung gleich.
Nun hat zwar Gott die Zeiten der Unwissenheit übersehen,
jetzt aber gebietet er allen Menschen allenthalben, Buße zu tun,
weil er einen Tag festgesetzt hat,
an welchem er den Erdkreis mit Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann (->Jesus),
den er dazu bestimmt hat und den er für jedermann dadurch beglaubigte,
daß er ihn von den Toten auferweckt hat.
Apostelgeschichte 17, 29-31

Als er aber von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und dem zukünftigen Gericht redete,
wurde dem Felix bange, und er antwortete:

Für diesmal gehe hin; wenn ich aber gelegene Zeit bekomme,
will ich dich wieder rufen lassen!
Apostelgeschichte 24, 25

Gerechtigkeit im Römerbrief

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden,
der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen; 
denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben,
wie geschrieben steht: «Der Gerechte wird infolge von Glauben leben»
Römer 1, 16-17

Was hat nun der Jude für einen Vorzug, oder was nützt die Beschneidung?
Viel, in jeder Hinsicht! Erstens sind ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut worden!
Wie denn? Wenn auch etliche ungläubig waren, hebt etwa ihr Unglaube die Treue Gottes auf?
Das sei ferne! Vielmehr erweist sich Gott als wahrhaftig, jeder Mensch aber als Lügner,
wie geschrieben steht: «Auf daß du gerecht befunden werdest in deinen Worten und siegreich,
wenn du gerichtet wirst.»
Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit beweist, was sollen wir sagen?
Ist dann Gott nicht ungerecht, wenn er darüber zürnt? (Ich rede nach Menschenweise.)
Das sei ferne! Wie könnte Gott sonst die Welt richten?
Wenn aber die Wahrhaftigkeit Gottes durch meine Lüge überfließender wird zu seinem Ruhm,
was werde ich dann noch als Sünder gerichtet?
Müßte man dann nicht so reden, wie wir verleumdet werden und wie etliche behaupten,
daß wir sagen: «Lasset uns Böses tun, damit Gutes daraus komme»?
Ihre Verurteilung ist gerecht!
Römer 3, 1-8

Wie nun? Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nichts!
Denn wir haben ja vorhin sowohl Juden als Griechen beschuldigt, daß sie alle unter der Sünde sind,
wie geschrieben steht: «Es ist keiner gerecht, auch nicht einer;  es ist keiner verständig,
keiner fragt nach Gott;  alle sind abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts;
es ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer!
Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen trügen sie; Otterngift ist unter ihren Lippen;
ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit, ihre Füße sind eilig, um Blut zu vergießen;
Verwüstung und Jammer bezeichnen ihre Bahn,  und den Weg des Friedens kennen sie nicht.
Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.»
Wir wissen aber, daß das Gesetz alles, was es spricht, denen sagt, die unter dem Gesetze sind,
auf daß jeder Mund verstopft werde und alle Welt vor Gott schuldig sei,
weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden kann;
denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.
Römer 3, 9-20

Nun aber ist außerhalb vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes geoffenbart worden,
die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird, nämlich die Gerechtigkeit Gottes,
veranlaßt durch den Glauben an Jesus Christus, für alle, die da glauben.
Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesündigt und ermangeln der Herrlichkeit Gottes,
so daß sie gerechtfertigt werden ohne Verdienst,
durch seine Gnade, mittels der Erlösung, die in Christus Jesus ist.
Ihn (–>Jesus) hat Gott zum Sühnopfer verordnet,
durch sein Blut, für alle, die glauben, zum Erweis seiner Gerechtigkeit,
wegen der Nachsicht mit den Sünden, die zuvor geschehen waren unter göttlicher Geduld,
zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit,
damit er selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an Jesus ist.

Wo bleibt nun das Rühmen? Es ist ausgeschlossen? Durch welches Gesetz? Das der Werke?
Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens!
So kommen wir zu dem Schluß,
daß der Mensch durch den Glauben gerechtfertigt werde,
ohne Gesetzeswerke.
Oder ist Gott nur der Juden Gott, nicht auch der Heiden?
Ja freilich, auch der Heiden!
Denn es ist ja ein und derselbe Gott,
welcher die Beschnittenen aus Glauben und die Unbeschnittenen
durch den Glauben rechtfertigt.
Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben?
Das sei ferne!
Vielmehr richten wir das Gesetz auf.
Römer 3, 21-31

Was wollen wir nun von dem sagen, was unser Vater Abraham erlangt hat nach dem Fleisch?
Wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist, hat er zwar Ruhm, aber nicht vor Gott.
Denn was sagt die Schrift?

«Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet
Wer aber Werke verrichtet, dem wird der Lohn nicht als Gnade angerechnet, sondern nach Schuldigkeit;  wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt,
dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.

Ebenso spricht auch David die Seligpreisung des Menschen aus,
welchem Gott Gerechtigkeit anrechnet ohne Werke:
«Selig sind die, welchen die Übertretungen vergeben und deren Sünden zugedeckt sind;
selig ist der Mann, welchem der Herr die Sünde nicht zurechnet!»
Gilt nun diese Seligpreisung den Beschnittenen oder auch den Unbeschnittenen?
Wir sagen ja, daß dem Abraham der Glaube als Gerechtigkeit angerechnet worden sei.
Wie wurde er ihm nun angerechnet? Als er beschnitten oder als er noch unbeschnitten war?
Nicht als er beschnitten, sondern als er noch unbeschnitten war!
Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens,
welchen er schon vor der Beschneidung hatte; auf daß er ein Vater aller unbeschnittenen Gläubigen sei, damit auch ihnen die Gerechtigkeit zugerechnet werde;
und auch ein Vater der Beschnittenen, die nicht nur aus der Beschneidung sind,
sondern auch wandeln in den Fußstapfen des Glaubens, den unser Vater Abraham hatte,
als er noch unbeschnitten war.
Denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham und sein Same die Verheißung,
daß er der Welt Erbe sein solle, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. 

Denn wenn die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube wertlos geworden und die Verheißung entkräftet.

Denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo aber kein Gesetz ist, da ist auch keine Übertretung.
Darum geschah es durch den Glauben, damit es aus Gnaden sei,
auf daß die Verheißung dem ganzen Samen gesichert sei,
nicht nur demjenigen aus dem Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams,
welcher unser aller Vater ist;

wie geschrieben steht: «Ich habe dich zum Vater vieler Völker gesetzt» vor dem Gott, dem er glaubte, welcher die Toten lebendig macht und dem ruft, was nicht ist, als wäre es da.
Er hat gegen alle Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt, daß er ein Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt worden war: «Also soll dein Same sein!»
Und er wurde nicht schwach im Glauben, so daß er seinen schon erstorbenen Leib in Betracht gezogen hätte, weil er schon hundertjährig war; auch nicht den erstorbenen Mutterleib der Sara.
Er zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab
und völlig überzeugt war, daß Gott das, was er verheißen habe, auch zu tun vermöge.
Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet.
Es ist aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, daß es ihm zugerechnet worden ist,
sondern auch um unseres Willen  denen es zugerechnet werden soll,
wenn wir an den glauben, der unsren Herrn Jesus Christus von den Toten auferweckt hat,
welcher um unserer Übertretungen willen dahingegeben
und zu unserer Rechtfertigung auferweckt worden ist.
Römer 4, 1-25

Denn wenn infolge des Sündenfalles des einen der Tod zur Herrschaft kam durch den einen,
wieviel mehr werden die, welche den Überfluß der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben herrschen durch den Einen, Jesus Christus!
Also: wie der Sündenfall des einen zur Verurteilung aller Menschen führte,
so führt auch das gerechte Tun des Einen (–> Jesus) alle Menschen zur lebenbringenden Rechtfertigung. 
Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen zu Sündern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des Einen die vielen zu Gerechten gemacht.
Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Maß der Sünden voll würde.
Wo aber das Maß der Sünde voll geworden ist, da ist die Gnade überfließend geworden,
auf daß, gleichwie die Sünde geherrscht hat im Tode,
also auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben,
durch Jesus Christus, unsren Herrn.
Römer 5, 17-21

So soll nun die Sünde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe,
so daß ihr seinen Lüsten gehorchet;  gebet auch nicht eure Glieder der Sünde hin,
als Waffen der Ungerechtigkeit, sondern gebet euch selbst Gott hin,
als solche, die aus Toten lebendig geworden sind,
und eure Glieder Gott, als Waffen der Gerechtigkeit.
Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch,
weil ihr nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade seid.
Römer 6, 12-14

Wie nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz,
sondern unter der Gnade sind?
Das sei ferne!
Wisset ihr nicht: wem ihr euch als Knechte hingebet,
ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müßt ihm gehorchen,

  • es sei der Sünde zum Tode,
  • oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit? 

Gott aber sei Dank, daß ihr Knechte der Sünde gewesen, nun aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, dem ihr euch übergeben habt.
Nachdem ihr aber von der Sünde befreit wurdet, seid ihr der Gerechtigkeit dienstbar geworden.
Ich muß menschlich davon reden wegen der Schwachheit eures Fleisches.
Gleichwie ihr eure Glieder in den Dienst der Unreinigkeit und der Gesetzwidrigkeit gestellt habt,
um gesetzwidrig zu handeln, so stellet nun eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung.  Denn als ihr Knechte der Sünde waret, da waret ihr frei gegenüber der Gerechtigkeit.
Was hattet ihr nun damals für Frucht?
Solche, deren ihr euch jetzt schämet; denn das Ende derselben ist der Tod.
Nun aber, da ihr von der Sünde frei und Gott dienstbar geworden seid,
habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige Leben.
Denn der Tod ist der Sünde Sold; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.
Römer 6, 15-23

So gibt es nun keine Verdammnis mehr für die, welche in Christus Jesus sind.
Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
Denn was dem Gesetz unmöglich war (weil es durch das Fleisch geschwächt wurde),
das hat Gott getan, nämlich die Sünde im Fleische verdammt, indem er seinen Sohn sandte in der Ähnlichkeit des sündigen Fleisches und um der Sünde willen,
damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde,
die wir nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.

Denn die nach dem Fleische leben, sinnen auf das, was des Fleisches ist,
die aber nach dem Geiste leben, auf das, was des Geistes ist.

Denn die Gesinnung des Fleisches ist Tod,
die Gesinnung des Geistes aber Leben und Friede,
darum, weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft wider Gott ist;
denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, sie kann es auch nicht.
Die aber im Fleische sind, vermögen Gott nicht zu gefallen.
Ihr aber seid nicht im Fleische, sondern im Geiste,
wenn anders Gottes Geist in euch wohnt; wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein.
Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der Sünde willen,
der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt,
so wird derselbe, der Christus von den Toten auferweckt hat,
auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt.
So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleische nicht schuldig, nach dem Fleische zu leben!
Römer 8, 1-12

Jesaja aber ruft über Israel aus: (Jesaja 10,20 ff)
«Wenn die Zahl der Kinder Israel wäre wie der Sand am Meer,
so wird doch nur der Überrest gerettet werden;
denn eine abschließende und beschleunigte Abrechnung in Gerechtigkeit wird der Herr auf Erden veranstalten, ja eine summarische Abrechnung!»

Und, wie Jesaja vorhergesagt hat: (jesaja 1,9)
«Hätte der Herr der Heerscharen uns nicht eine Nachkommenschaft übrigbleiben lassen,
so wären wir wie Sodom geworden und gleich wie Gomorra!»
Römer 9, 27-29

Was wollen wir nun sagen?
Daß Heiden, welche nicht nach Gerechtigkeit strebten,
Gerechtigkeit erlangt haben, nämlich Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt,
daß aber Israel, welches dem Gesetz der Gerechtigkeit nachjagte, dem Gesetz nicht nachgekommen ist.  Warum?

Weil es nicht aus Glauben geschah,
sondern aus Werken.
Sie haben sich gestoßen an dem Stein des Anstoßes,  wie geschrieben steht:
«Siehe, ich lege in Zion einen Stein des Anstoßes und einen Fels des Ärgernisses;
und wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!» (Jesaja 28, 16 & Psalm 118, 22)
Römer 9, 30-33

Brüder, meines Herzens Wunsch und mein Flehen zu Gott für Israel ist auf ihr Heil gerichtet.

  • Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, daß sie eifern um Gott, aber mit Unverstand.
    Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, sind sie der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan.
  • Denn Christus ist des Gesetzes Ende zur Gerechtigkeit für einen jeden, der da glaubt.

Mose beschreibt nämlich die Gerechtigkeit, die durch das Gesetz kommt, also:
«Der Mensch, welcher sie tut, wird dadurch leben.»
Aber die Gerechtigkeit durch den Glauben redet so:
«Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will in den Himmel hinaufsteigen?» (nämlich um Christus herabzuholen)
oder: «wer will in den Abgrund hinuntersteigen?» nämlich um Christus von den Toten zu holen!
Sondern was sagt sie?
«Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen!»
nämlich das Wort des Glaubens, das wir predigen.

  • Denn wenn du mit deinem Munde Jesus als den Herrn bekennst und in deinem Herzen glaubst,
    daß Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet;
  • denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht,
    und mit dem Munde bekennt man, um gerettet zu werden;
  • denn die Schrift spricht: «Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden!»

Römer 10, 1-11

Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken,
sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geist;
wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefällig und auch von den Menschen gebilligt.
So laßt uns nun dem nachjagen, was zum Frieden und zur Erbauung untereinander dient.
Römer 14, 17-18

Gerechtigkeit in 1. & 2. Korinther

Denn Gottes «Torheit» ist weiser als die Menschen sind,
und Gottes «Schwachheit» ist stärker als die Menschen sind.
Sehet doch eure Berufung an, ihr Brüder!

  • Da sind nicht viele Weise nach dem Fleisch,
  • nicht viele Mächtige,
  • nicht viel Adelige;

    sondern das Törichte der Welt hat Gott auserwählt, um die Weisen zuschanden zu machen,
    und das Schwache der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschanden zu machen,

und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwählt und das, was nichts ist,
damit er zunichte mache, was etwas ist;
auf daß sich vor Gott kein Fleisch rühme.
Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, welcher uns von Gott gemacht worden ist

  • zur Weisheit,
  • zur Gerechtigkeit,
  • zur Heiligung und
  • zur Erlösung,

auf daß, wie geschrieben steht: «Wer sich rühmt, der rühme sich im Herrn!»
1. Korinther 1, 25-31

Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit hatte,
wieviel mehr wird der Dienst der Gerechtigkeit von Herrlichkeit überfließen!
2. Korinther 3, 9

So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, und zwar so, daß Gott selbst durch uns ermahnt;
so bitten wir nun an Christi Statt:
Lasset euch versöhnen mit Gott!
Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte,
für uns zur Sünde gemacht,
auf daß wir in ihm Gerechtigkeit Gottes würden.
2. Korinther 5, 20-21

Da wir denn Mitarbeiter sind, so ermahnen wir euch auch,
die Gnade Gottes nicht vergeblich zu empfangen!
Denn er spricht:

«Ich habe dich zur angenehmen Zeit erhört und dir am Tage des Heils geholfen.»

Seht, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils!
Wir geben niemandem irgend einen Anstoß, damit der Dienst nicht verlästert werde;
sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes:

  • in großer Geduld,
  • in Trübsalen,
  • in Nöten,
  • in Ängsten,
  • unter Schlägen,
  • in Gefängnissen,
  • in Aufruhr,
  • in Mühen,
  • im Wachen,
  • im Fasten;
  • in Keuschheit,
  • in Erkenntnis,
  • in Langmut,
  • in Freundlichkeit,
  • im heiligen Geist,
  • in ungeheuchelter Liebe;
  • im Worte der Wahrheit,
  • in der Kraft Gottes,

durch die Waffen der Gerechtigkeit in der Rechten und Linken;

  • unter Ehre und Schande,
  • bei böser und guter Nachrede;
  • als Verführer und doch wahrhaftig,
  • als Unbekannte und doch erkannt,
  • als Sterbende, und siehe, wir leben,
  • als Gezüchtigte und doch nicht getötet;
  • als Betrübte, aber immer fröhlich,
  • als Arme, die doch viele reich machen,
  • als die nichts haben und doch alles besitzen.

Unser Mund hat sich gegen euch aufgetan, ihr Korinther, unser Herz ist weit geworden!

Ihr habt nicht engen Raum in uns; aber eng ist es in euren Herzen
Vergeltet uns nun Gleiches (ich rede zu euch wie zu Kindern),
und laßt es auch in euch weit werden!
2.Korinther 6, 1-13

Das aber bedenket:
Wer kärglich sät, der wird auch kärglich ernten;

und wer im Segen sät, der wird auch im Segen ernten.
Ein jeder, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat;
nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb!

Gott aber ist mächtig, euch jede Gnade im Überfluß zu spenden,
so daß ihr in allem allezeit alle Genüge habet und überreich seiet zu jedem guten Werk,
wie geschrieben steht:
«Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit
Er aber, der dem Sämann Samen darreicht und Brot zur Speise,
der wird auch euch die Saat darreichen und mehren und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen,  damit ihr an allem reich werdet zu aller Gebefreudigkeit,
welche durch uns Dank gegen Gott bewirkt.
2. Korinther 9, 6-11

Was ich aber tue, das werde ich ferner tun, um denen die Gelegenheit abzuschneiden,
welche Gelegenheit suchen, um in dem, dessen sie sich rühmen, so erfunden zu werden wie wir.
Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die sich in Apostel Christi verkleiden.
Und das ist kein Wunder, denn der Satan selbst verkleidet sich in einen Engel des Lichts.
Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich verkleiden als Diener der Gerechtigkeit;
aber ihr Ende wird ihren Werken gemäß sein.
2. Korinther 11, 12-15

Gerechtigkeit in dem Brief an die Galater

Wir sind von Natur Juden und nicht Sünder aus den Heiden;
da wir aber erkannt haben, daß der Mensch nicht aus Gesetzeswerken gerechtfertigt wird,
sondern durch den Glauben an Jesus Christus,
so sind auch wir an Christus Jesus gläubig geworden,
damit wir aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt würden,

und nicht aus Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt wird.
Wenn wir aber, die wir in Christus gerechtfertigt zu werden suchen,
auch selbst als Sünder erfunden würden,
wäre demnach Christus ein Sündendiener? Das sei ferne!
Denn wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, so stelle ich mich selbst als Übertreter hin.  Nun bin ich aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, um Gott zu leben, ich bin mit Christus gekreuzigt.
Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt im Fleische lebe,
das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat.  Ich setze die Gnade Gottes nicht beiseite; denn wenn durch das Gesetz Gerechtigkeit kommt ,
so ist Christus vergeblich gestorben.
Galater 2, 15-21

Wozu nun das Gesetz?
Der Übertretungen wegen wurde es hinzugefügt, bis der Same käme,
dem die Verheißung gilt, und es ist durch Engel übermittelt worden in die Hand eines Mittlers.
Ein Mittler aber ist nicht nur Mittler von einem; Gott aber ist einer.
Ist nun das Gesetz wider die Verheißungen Gottes?
Das sei ferne! Denn wenn ein Gesetz gegeben wäre, das Leben schaffen könnte,
so käme die Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz. 
Aber die Schrift hat alles unter die Sünde zusammengeschlossen,
damit die Verheißung durch den Glauben an Jesus Christus denen gegeben würde,
die da glauben.
Galater 3, 19-22

Gleichwie «Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur Gerechtigkeit gerechnet wurde»,
so erkennet auch, daß die aus dem Glauben Gerechten Abrahams Kinder sind.
Da es nun die Schrift voraussah, daß Gott die Heiden aus Glauben rechtfertigen würde,
hat sie dem Abraham zum voraus das Evangelium verkündigt:
«In dir sollen alle Völker gesegnet werden.»
So werden nun die, welche aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem gläubigen Abraham.
Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; denn es steht geschrieben:
«Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben steht, es zu tun.»  Daß aber im Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar; denn
«der Gerechte wird aus Glauben leben.»
Das Gesetz aber lautet nicht: «Aus Glauben», sondern: «wer es tut, wird dadurch leben».
Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns wurde;
denn es steht geschrieben:
«Verflucht ist jeder, der am Holze hängt»,
damit der Segen Abrahams zu den Heiden käme in Christus Jesus,
auf daß wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheißen worden war.
Galater 3, 6-14

(«In dir sollen alle Völker gesegnet werden.» 1. Mose 22, 18;
Hat jemand eine Sünde an sich, die ein Todesurteil nach sich zieht,
und er wird getötet und an ein Holz gehängt,
so soll sein Leichnam nicht über Nacht an dem Holze bleiben,
sondern du sollst ihn an demselben Tage begraben.
Denn ein Gehängter ist von Gott verflucht,
und du sollst dein Land nicht verunreinigen,
das der HERR, dein Gott, dir zum Erbe gibt. 5. Mose 22-23;)

Gerechtigkeit im Epheserbrief

Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, daß ihr nicht mehr wandeln sollt,
wie die Heiden wandeln in der Eitelkeit ihres Sinnes,  deren Verstand verfinstert ist
und die entfremdet sind dem Leben Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist,
wegen der Verhärtung ihres Herzens; die, nachdem sie alles Gefühl verloren,
sich der Ausschweifung ergeben haben, zur Ausübung jeder Art von Unreinigkeit mit unersättlicher Gier. Ihr aber habt Christus nicht also kennen gelernt;
da ihr ja von ihm gehört habt und in ihm gelehrt worden seid (wie es auch Wahrheit ist in Jesus),
daß ihr, was den frühern Wandel betrifft, den alten Menschen ablegen sollt,
der sich wegen der betrügerischen Lüste verderbte,
dagegen euch im Geiste eures Gemüts erneuern lassen  und den neuen Menschen anziehen sollt,
der nach Gott geschaffen ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit.
Epheser 4, 17-23

Denn ihr waret einst Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn.
Wandelt als Kinder des Lichts!
Die Frucht des Lichtes besteht nämlich in aller

  • Gütigkeit
  • und Gerechtigkeit
  • und Wahrheit. 

Prüfet also, was dem Herrn wohlgefällig sei!
Und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis,
decket sie vielmehr auf;
denn was heimlich von ihnen geschieht, ist schändlich auch nur zu sagen.
Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Lichte aufgedeckt wird;
denn alles, was offenbar wird, das ist Licht.
Darum spricht er:
Wache auf, der du schläfst, und stehe auf von den Toten, so wird dir Christus leuchten!
Sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt,

nicht als Unweise, sondern als Weise;

und kaufet die Zeit aus, denn die Tage sind böse.
Darum seid nicht unverständig, sondern suchet zu verstehen, was des Herrn Wille sei!
Und berauschet euch nicht mit Wein, was eine Liederlichkeit ist,

  • sondern werdet voll Geistes,
  • und redet miteinander in Psalmen und Lobgesängen
  • und geistlichen Liedern und singet
  • und spielet dem Herrn in eurem Herzen
  • und saget allezeit Gott, dem Vater,
  • Dank für alles, in dem Namen unsres Herrn Jesus Christus,
  • und seid dabei einander untertan in der Furcht Christi.
    Epheser 5, 8-15

Ziehet die ganze Waffenrüstung Gottes an,
damit ihr den Kunstgriffen des Teufels gegenüber standzuhalten vermöget;
denn unser Kampf richtet sich nicht wider Fleisch und Blut,

  • sondern wider die Herrschaften, wider die Gewalten,
  • wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis,
  • wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Regionen .

Deshalb ergreifet die ganze Waffenrüstung Gottes,
damit ihr am bösen Tage zu widerstehen vermöget
und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, das Feld behalten könnet.

  • So stehet nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit,
  • und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit,
  • und die Füße gestiefelt mit Bereitwilligkeit, die frohe Botschaft des Friedens zu verkündigen.
  • Bei dem allen aber ergreifet den Schild des Glaubens,
    mit welchem ihr alle feurigen Pfeile des Bösewichts auslöschen könnet.
  • Und nehmet den Helm des Heils
  • und das Schwert des Geistes, nämlich das Wort Gottes.

Bei allem Gebet und Flehen aber betet jederzeit im Geist, und wachet zu diesem Zwecke in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen,
auch für mich, damit mir ein Wort gegeben werde,
so oft ich meinen Mund auftue, freimütig das Geheimnis des Evangeliums kundzutun,
für welches ich ein Botschafter bin in Ketten, auf daß ich darin freimütig rede, wie ich reden soll.
Epheser 6, 11-20

Gerechtigkeit im Brief an die Philipper

(von Paulus und Timotheus)

Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der herzlichen Liebe Jesu Christi.
Und um das bitte ich, daß eure Liebe noch mehr
und mehr reich werde an Erkenntnis
und allem Empfindungsvermögen,
damit ihr zu prüfen vermöget, worauf es ankommt,
so daß ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Jesu Christi,
erfüllt mit Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus gewirkt wird
zur Ehre und zum Lobe Gottes.
Philipper 1, 8-11

Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste dienen und uns in Christus Jesus rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen, wiewohl auch ich mein Vertrauen auf Fleisch setzen könnte.
Wenn ein anderer meint, er könne auf Fleisch vertrauen,
ich viel mehr; der ich am achten Tag beschnitten bin,
aus dem Geschlecht Israel, vom Stamme Benjamin,
ein Hebräer von Hebräern, nach dem Gesetz ein Pharisäer,
nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im Gesetze untadelig gewesen.
Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Schaden gerechnet;
ja ich achte nun auch alles für Schaden gegenüber der alles übertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe,
und ich achte es für Unrat, damit ich Christus gewinne  und in ihm erfunden werde,

  • daß ich nicht meine eigene Gerechtigkeit (die aus dem Gesetz) habe,
  • sondern die, welche durch den Glauben an Christus erlangt wird ,
  • die Gerechtigkeit aus Gott auf Grund des Glaubens, 

zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden,
daß ich seinem Tode ähnlich werde,
ob ich vielleicht zur Auferstehung aus den Toten gelangen möchte.
Nicht daß ich es schon erlangt habe oder schon vollendet sei,
ich jage aber danach, daß ich das auch ergreife, wofür ich von Christus ergriffen worden bin.
Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, daß ich es ergriffen habe;  eins aber tue ich:
Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem,
was vor mir ist, und jage nach dem Ziel,
dem Kampfpreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
So viele nun vollkommen sind, wollen wir also gesinnt sein; und wenn ihr über etwas anders denket,
so wird euch Gott auch das offenbaren.
Nur laßt uns, wozu wir auch gelangt sein mögen, nach derselben Richtschnur wandeln und dasselbe erstreben.
Philipper 3, 3-16

Gerechtigkeit in den Timotheusbriefen

(Brief Paulus an Timotheus)

Du aber, Gottesmensch, fliehe solches, jage aber nach

  • Gerechtigkeit,
  • Gottseligkeit,
  • Glauben,
  • Liebe,
  • Geduld,
  • Sanftmut!
  • Kämpfe den guten Kampf des Glaubens,
  • ergreife das ewige Leben, zu welchem du berufen bist
  • und worüber du das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen abgelegt hast.

Ich gebiete dir vor Gott, der alles lebendig macht, und vor Christus Jesus,
der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat,
daß du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrest bis zur Erscheinung unsres Herrn Jesus Christus, welche zu seiner Zeit zeigen wird der selige und allein Gewaltige,
der König der Könige und der Herr der Herrschenden,
der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugänglichen Lichte wohnt,
welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann;
Ihm sei Ehre und ewige Macht! Amen.
1. Timotheus 6, 11-16

Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trägt dieses Siegel:
«Der Herr kennt die Seinen»,
und: «es trete ab von der Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt!»
In einem großen Hause gibt es aber nicht nur goldene und silberne Gefäße,
sondern auch hölzerne und irdene, und die einen zur Ehre, die andern zur Unehre.
Wenn nun jemand sich von solchen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein,
geheiligt und dem Hausherrn nützlich, zu jedem guten Werke zubereitet.
Fliehe die jugendlichen Lüste,

  • jage aber der Gerechtigkeit,
  • dem Glauben,
  • der Liebe,
  • dem Frieden nach samt denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen.
    2. Timotheus 2, 19-22

Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut ist,
da du weißt, von wem du es gelernt hast,
weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst,
welche dich weise machen können zum Heil durch den Glauben in Christus Jesus.
Jede Schrift ist von Gottes Geist eingegeben

  • und nützlich zur Belehrung,
  • zur Überführung,
  • zur Zurechtweisung,
  • zur Erziehung in der Gerechtigkeit,

damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke ausgerüstet.
2. Timotheus 3, 14-17

Ich beschwöre dich vor Gott und Christus Jesus,
der Lebendige und Tote richten wird bei seiner Erscheinung und bei seinem Reich:
Predige das Wort, tritt dafür ein,

es sei gelegen oder ungelegen;

überführe,

tadle,

ermahne mit aller Geduld und Belehrung!
Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen,
sondern sich nach ihren eigenen Lüsten Lehrer anhäufen werden,
weil sie empfindliche Ohren haben;
und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden
und sich den Fabeln zuwenden.
Du aber bleibe nüchtern in allen Dingen,

  • erleide das Ungemach,
  • tue das Werk eines Evangelisten,
  • richte deinen Dienst völlig aus!

Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meiner Auflösung ist nahe.
Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt;
hinfort liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit,
welche mir der Herr, der gerechte Richter,
an jenem Tage zuerkennen wird, nicht aber mir allein,
sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen haben.
2. Timotheus 4, 1-8

Gerechtigkeit in dem Brief an Titus

(Autor: Paulus)

Erinnere sie, daß sie den Regierungen und Gewalten untertan seien,
gehorsam, zu jedem guten Werk bereit;

  • niemand lästern,
  • nicht hadern,
  • gelinde seien,
  • alle Sanftmut beweisen gegen alle Menschen.

Denn auch wir waren einst

  • unverständig,
  • ungehorsam,
  • gingen irre,
  • dienten den Lüsten
  • und mancherlei Begierden,
  • lebten in Bosheit
  • und Neid,
  • verhaßt und einander hassend.

Als aber die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Retters, erschien,

hat er
(nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan hätten,
sondern nach seiner Barmherzigkeit)
uns gerettet durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes,
welchen er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus Christus, unseren Retter,
damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt,
der Hoffnung gemäß Erben des ewigen Lebens würden.

Glaubwürdig ist das Wort, und ich will, daß du dich darüber mit allem Nachdruck äußerst,
damit die, welche an Gott gläubig geworden sind, darauf bedacht seien, sich guter Werke zu befleißigen. Solches ist gut und den Menschen nützlich.
Titus 3, 1-8

Gerechtigkeit in dem Brief an die Hebräer

(Verfasser unbekannt)

Denn zu welchem von den Engeln hat er (–> Gott) jemals gesagt:

«Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt»?

Und wiederum:

«Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein»?

Und wie er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er(–> Gott):

«Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten!»

Von den Engeln zwar heißt es:

«Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen»;

aber von dem Sohn:

«Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Das Zepter deines Reiches ist ein gerades Zepter;
du hast Gerechtigkeit geliebt und Ungerechtigkeit gehaßt,
darum hat dich, Gott, dein Gott mit Freudenöl gesalbt, mehr als deine Genossen!»

Und:

«Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet,
und die Himmel sind deiner Hände Werk.

Sie werden vergehen, du aber bleibst;
sie werden alle veralten wie ein Kleid,
und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen,
und sie sollen verwandelt werden.
Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.»

Zu welchem von den Engeln aber hat er jemals gesagt:

«Setze dich zu meiner Rechten,
bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße»?
Hebräer 1, 5-13

Denn wer noch Milch genießt, der ist unerfahren im Worte der Gerechtigkeit;
denn er ist unmündig.
Die feste Speise aber ist für die Gereiften,
deren Sinne durch Übung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bösen.
Hebräer 5, 13-14

Denn dieser Melchisedek (König zu Salem, Priester Gottes, des Allerhöchsten, der Abraham entgegenkam, als er von der Niederwerfung der Könige zurückkehrte, und ihn segnete,
dem auch Abraham den Zehnten von allem gab,
der zunächst, wenn man seinen Namen übersetzt, «König der Gerechtigkeit» heißt,
dann aber auch «König von Salem», das heißt König des Friedens,
ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister,
der weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens hat),
der ist mit dem Sohne Gottes verglichen und bleibt Priester für immerdar.
Hebräer 7, 1-3

Und was soll ich noch sagen?
Die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von

  • Gideon,
  • Barak,
  • Simson,
  • Jephta,
  • David
  • und Samuel
  • und den Propheten,

welche durch Glauben

  • Königreiche bezwangen,
  • Gerechtigkeit wirkten,
  • Verheißungen erlangten,
  • der Löwen Rachen verstopften.
  • Sie haben die Gewalt des Feuers ausgelöscht,
  • sind des Schwertes Schärfe entronnen,
  • von Schwachheit zu Kraft gekommen,
  • stark geworden im Streit,
  • haben der Fremden Heere in die Flucht gejagt.
  • Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder;
  • andere aber ließen sich martern
  • und nahmen die Befreiung nicht an, um eine bessere Auferstehung zu erlangen.
  • Andere erfuhren Spott und Geißelung,
  • dazu Ketten und Gefängnis;
  • sie wurden gesteinigt,
  • verbrannt,
  • zersägt,
  • erlitten den Tod durchs Schwert,
  • zogen umher in Schafspelzen und Ziegenfellen,
  • erlitten Mangel,
  • Bedrückung,
  • Mißhandlung;

sie, derer die Welt nicht wert war,

  • irrten umher in Wüsten und Gebirgen,
  • in Höhlen und Löchern der Erde.

Und diese alle, obschon sie hinsichtlich des Glaubens ein gutes Zeugnis erhielten,
haben das Verheißene nicht erlangt,  weil Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat,
damit sie nicht ohne uns vollendet würden.
Hebräer 11, 32-40

Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf wider die Sünde
und habt das Trostwort vergessen, womit ihr als Söhne angeredet werdet:
«Mein Sohn, achte nicht gering die Züchtigung des Herrn und verzage nicht,
wenn du von ihm gestraft wirst!
Denn welchen der Herr lieb hat, den züchtigt er,
und er geißelt einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt.»
Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne;
denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?
Seid ihr aber ohne Züchtigung, derer sie alle teilhaftig geworden sind,
so seid ihr ja unecht und keine Söhne!
Sodann hatten wir auch unsere leiblichen Väter zu Zuchtmeistern und scheuten sie;
sollten wir jetzt nicht vielmehr dem Vater der Geister untertan sein und leben?
Denn jene haben uns für wenige Tage gezüchtigt, nach ihrem Gutdünken;
er (Gott) aber zu unserem Besten, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden.
Alle Züchtigung aber, wenn sie da ist, dünkt uns nicht zur Freude,
sondern zur Traurigkeit zu dienen;
hernach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen,
die dadurch geübt sind.
Hebräer 12, 4-11

Gerechtigkeit im Brief von Jakobus

(Verfasser: wahrscheinlich Jakobus,  Halbbruder von Jesus)

Darum, meine geliebten Brüder, sei jeder Mensch schnell zum Hören,
langsam aber zum Reden, langsam zum Zorn;
denn des Menschen Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit! 
Darum leget allen Schmutz und Vorrat von Bosheit ab
und nehmet mit Sanftmut das euch eingepflanzte Wort auf, welches eure Seelen retten kann!

Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein, womit ihr euch selbst betrügen würdet.
Denn wer nur Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Manne,
der sein natürliches Angesicht im Spiegel beschaut;
er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war.
Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit
und dabei bleibt, nicht als vergeßlicher Hörer, sondern als wirklicher Täter,
der wird selig sein in seinem Tun.
Jakobus 1, 19-25

Was hilft es, meine Brüder, wenn jemand sagt,
er habe Glauben, dabei aber keine Werke hat?
Kann ihn denn der Glaube retten?
Wenn es einem Bruder oder einer Schwester an Kleidung und täglicher Nahrung gebricht
und jemand von euch zu ihnen sagen würde:
Gehet hin in Frieden, wärmet und sättiget euch, ihr gäbet ihnen aber nicht,
was zur Befriedigung ihrer leiblichen Bedürfnisse erforderlich ist, was hülfe ihnen das?
So ist es auch mit dem Glauben:

Wenn er keine Werke hat, so ist er an und für sich tot.
Da wird aber jemand sagen:

Du hast Glauben, ich habe Werke.

Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke;

ich aber will dir aus meinen Werken den Glauben zeigen!

Du glaubst, daß ein einziger Gott ist? Du tust wohl daran!

Auch die Dämonen glauben es und zittern.
Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke fruchtlos ist?
Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt,
als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte?
Da siehst du doch, daß der Glaube zusammen mit seinen Werken wirksam war
und daß der Glaube durch die Werke vollkommen wurde;
und so erfüllte sich die Schrift, die da spricht:

«Abraham hat Gott geglaubt, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet»,
und er ist «Freund Gottes» genannt worden.
Da seht ihr, daß der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und nicht durch den Glauben allein.

Ist nicht ebenso auch die Dirne Rahab durch Werke gerechtfertigt worden,
da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg entließ?
Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot.
Jakobus 2, 14-26

Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden gesät denen, die Frieden machen.
Jakobus 3, 18

Gerechtigkeit im Brief von Petrus

(Zielgruppe: an die auserwählten Fremdlinge in der Zerstreuung, in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien)

«Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden worden»;

  • er schalt nicht,da er gescholten ward,
  • er drohte nicht, da er litt,
  • sondern übergab es dem, der gerecht richtet;

er (Jesus) hat unsere Sünden selbst hinaufgetragen an seinem Leibe auf das Holz,
damit wir, der Sünde gestorben, der Gerechtigkeit leben möchten;

«durch seine Wunden seid ihr heil geworden.»
Denn ihr waret «wie irrende Schafe»,
nun aber seid ihr bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen.
1. Petrus 2, 22-25

Symeon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an die,
welche einen gleich wertvollen Glauben erlangt haben wie wir an die Gerechtigkeit unseres Gottes
und Retters Jesus Christus:
Gnade und Friede widerfahre euch mehr und mehr
in der Erkenntnis Gottes und unsres Herrn Jesus!
2. Petrus 1, 1-2

Denn wenn Gott die Engel, die gesündigt hatten,
nicht verschonte, sondern sie in Banden der Finsternis der Hölle übergab,
um sie zum Gericht aufzubehalten,
und wenn er die alte Welt nicht verschonte, sondern Noah, den Prediger der Gerechtigkeit,
als achten beschützte, als er die Sündflut über die Welt der Gottlosen brachte,
auch die Städte Sodom und Gomorra einäscherte und so zum Untergang verurteilte,
womit er sie zukünftigen Gottlosen zum Beispiel setzte,
während er den gerechten Lot herausrettete,
der durch den ausschweifenden Lebenswandel der Zuchtlosen geplagt worden war
denn dadurch, daß er es mitansehen und mitanhören mußte,
quälte der Gerechte, der unter ihnen wohnte,
Tag für Tag seine gerechte Seele mit ihren gottlosen Werken;
so weiß der Herr die Gottseligen aus der Prüfung zu erretten,
die Ungerechten aber für den Tag des Gerichts zur Bestrafung aufzubehalten,
2. Petrus 2,4-9

Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus
den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt werden und unterliegen,
so wird es mit ihnen zuletzt ärger als zuerst.
Denn es wäre für sie besser, daß sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten,
als daß sie nach erlangter Erkenntnis sich wieder abwenden von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot.  Es ist ihnen ergangen nach dem wahren Sprichwort:
«Der Hund frißt wieder, was er gespien hat, und die Sau wälzt sich nach der Schwemme wieder im Kot!»
2. Petrus 2, 20-22

Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren merken auf ihr Flehen;
das Angesicht des Herrn aber ist gegen die gerichtet, welche Böses tun.»
Und wer will euch schaden, wenn ihr euch des Guten befleißiget?
Aber wenn ihr auch um Gerechtigkeit willen zu leiden habt, seid ihr selig.
Ihr Drohen aber fürchtet nicht und erschrecket nicht; sondern heiliget den Herrn Christus in euren Herzen!
und seid allezeit bereit zur Verantwortung gegen jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist,
aber mit Sanftmut und Furcht; und habet ein gutes Gewissen, damit die,
welche euren guten Wandel in Christus verlästern, zuschanden werden mit ihren Verleumdungen.
Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es so haben will, ihr leidet für Gutestun, als für Bösestun.

Denn auch Christus hat einmal für Sünden gelitten,
ein Gerechter für Ungerechte, auf daß er uns zu Gott führte,
und er wurde getötet nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist,
in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefängnis predigte,
die einst nicht gehorchten, als Gottes Langmut zuwartete in den Tagen Noahs,
während die Arche zugerichtet wurde, in welcher wenige, nämlich acht Seelen,
hindurchgerettet wurden durchs Wasser.
Als Abbild davon rettet nun auch uns die Taufe, welche nicht ein Abtun fleischlichen Schmutzes ist, sondern die an Gott gerichtete Bitte um ein gutes Gewissen,
durch die Auferstehung Jesu Christi,
welcher seit seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes ist,
wo ihm Engel und Gewalten und Kräfte untertan sind.
1. Petrus 3, 12-22

Gerechtigkeit in den Briefen des Johannes

(Autor wahrscheinlich Johannes, wird nicht direkt genannt, sprachliche Parrallelen Evangelium des Johannes)

Und nun, Kindlein, bleibet in ihm, damit, wenn er (Jesus) erscheint,
wir Freudigkeit haben und uns nicht schämen müssen vor ihm bei seiner Wiederkunft.
Wenn ihr wisset, daß er gerecht ist, so erkennet auch, daß jeder,
der die Gerechtigkeit übt, von Ihm geboren ist.
1. Johannes 2, 28-29

Und ihr wisset, daß Er erschienen ist, um die Sünden wegzunehmen;
und in ihm ist keine Sünde.
Wer in Ihm bleibt, sündigt nicht;
wer sündigt, hat Ihn nicht gesehen und nicht erkannt.
Kindlein, niemand verführe euch!
Wer die Gerechtigkeit übt, der ist gerecht, gleichwie Er (Jesus)gerecht ist.
Wer die Sünde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sündigt von Anfang an.
Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, daß er die Werke des Teufels zerstöre.
Keiner, der aus Gott geboren ist, tut Sünde;
denn Sein Same bleibt in ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.
Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar:
Wer nicht Gerechtigkeit übt, der ist nicht von Gott, ebenso wer seinen Bruder nicht liebt. 
Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehört habt, daß wir einander lieben sollen;
nicht wie Kain, der von dem Argen war und seinen Bruder erschlug!
Und warum erschlug er ihn?
Weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht.
1. Johannes 3, 5-12

Gerechtigkeit in der Offenbarung

(Autor: Johannes (Evangelium))

Und ich hörte wie die Stimme einer großen Menge und wie das Rauschen vieler Wasser und wie die Stimme starker Donner, die sprachen:
Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, ist König geworden!
Laßt uns fröhlich sein und frohlocken und ihm die Ehre geben!
Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet.
Und es wurde ihr gegeben, sich in feine, glänzend reine Leinwand zu kleiden;
denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen. 
Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind die, welche zum Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind! Und er sprach zu mir: Dieses sind wahrhaftige Worte Gottes!
Und ich fiel vor seinen Füßen nieder, ihn anzubeten.
Und er sprach zu mir: Siehe zu, tue es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis Jesu ist der Geist der Weissagung
Offenbarung 19, 6-10

Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe, ein weißes Pferd, und der darauf saß,
heißt der Treue und Wahrhaftige; und mit Gerechtigkeit richtet und streitet er. 
Seine Augen sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupte sind viele Kronen,
und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst.
Und er ist angetan mit einem Kleide, das in Blut getaucht ist,
und sein Name heißt: «Das Wort Gottes.»
Offenbarung 19, 11-13

Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht,
und wer unrein ist, verunreinige sich weiter,
und der Gerechte übe weiter Gerechtigkeit,
und der Heilige heilige sich weiter.
Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeglichen zu vergelten,
wie sein Werk sein wird.
Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende.
Offenbarung 22, 11-13

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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